30.09.2026 07:40
Berlin/Köln (epd). Das Deutschlandradio hat das Geschäftsjahr 2025 finanziell deutlich besser abgeschlossen als erwartet. Erzielt wurde ein Jahresüberschuss von 17,2 Millionen Euro, wie die Sendeanstalt auf epd-Nachfrage mitteilte. Geplant habe man mit einem Fehlbetrag von rund 17,5 Millionen Euro. Das Ergebnis sei damit um 34,7 Millionen Euro besser gewesen. Der Hörfunkrat des Deutschlandradios genehmigte in seiner Sitzung am 10. September in Brüssel den Jahresabschluss.
Als Grund nannte der Sender unter anderem, dass die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 11,7 Millionen Euro höher als geplant ausgefallen seien. Gesunken seien darüber hinaus die Aufwendungen für Fremdleistungen (um 9,2 Millionen Euro), Personal (um 5,9 Millionen Euro) und bezogene Leistungen (um 5,5 Millionen Euro). Der Personalaufwand beispielsweise sei unter anderem deshalb geringer gewesen, weil eine ursprünglich eingeplante tarifliche Gehaltssteigerung ausgeblieben sei und weniger Stellen besetzt gewesen seien als vorgesehen.
Die Erträge des Deutschlandradios beliefen sich 2025 nach eigenen Angaben auf 287,2 Millionen Euro, die Aufwendungen auf 270,0 Millionen Euro. Damit lagen die Erträge um zwölf Millionen Euro höher als sie im Wirtschaftsplan kalkuliert. Die Aufwendungen fielen um 22,7 Millionen Euro niedriger aus als erwartet. Durch den Jahresüberschuss von 17,2 Millionen Euro erhöht sich das körperschaftseigene Kapital (Eigenkapital) mit Stand von Ende 2025 auf rund 159 Millionen Euro.
Haupteinnahmequelle beim Deutschlandradio waren auch 2025 die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag. Sie beliefen sich auf 251,7 Millionen Euro und hatten einen Anteil von knapp 88 Prozent an den Gesamterträgen. Die weiteren Erträge betrugen zusammen 35,5 Millionen Euro. Darin enthalten seien unter anderem Finanzerträge (Zinsen und Wertpapiere) in Höhe von 5,3 Millionen Euro sowie Umsatzerlöse in Höhe von 700.000 Euro, die im Wesentlichen auf Mieterträge und Erträge aus Programmverwertungen zurückzuführen seien.
Größter Posten der weiteren Einnahmen seien im vorigen Jahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 28,7 Millionen Euro gewesen, so das Deutschlandradio. Darin enthalten seien beispielsweise Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (13,3 Millionen Euro), Erträge aus Rückdeckungsversicherungen (3,4 Millionen Euro) und Erträge aus dem Beitragseinzug, darunter die Weiterbelastung von Mahnkosten (900.000 Euro).
Den Personalaufwand im Jahr 2025 bezifferte das Deutschlandradio auf 77,2 Millionen Euro (inklusive Sozialabgaben und Altersversorgung). Die Programmaufwendungen beliefen sich auf 67,0 Millionen, technische Leistungen auf 34,6 Millionen Euro und Materialaufwendungen auf 1,1 Millionen Euro. Die sonstigen Aufwendungen schlugen mit 81,2 Millionen Euro zu Buche, darunter etwa Kosten für Instandhaltung oder den Einzug des Rundfunkbeitrags. Die Abschreibungen hätten bei 8,9 Millionen Euro gelegen.
vnn
Zuerst veröffentlicht 30.09.2026 09:40
Schlagworte: Medien
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