05.10.2026 12:53
Düsseldorf, München (epd). Eine Quote für Informationsinhalte in Kurzvideo-Feeds könnte laut einer Studie der Landesmedienanstalten in Nordrhein-Westfalen und Bayern positive Effekte haben. "Mehr Informationen im Feed mindern die Nutzungszufriedenheit nicht - im Gegenteil", erklärten die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) und die Landesanstalt für Medien NRW zur Veröffentlichung der Untersuchung am Montag.
Der BLM-Präsident und Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Thorsten Schmiege, bezeichnete die Ergebnisse als "gute Nachricht für die Meinungsbildung".
Schon ab einem Anteil der Informationsvideos von zehn Prozent bewerteten die Teilnehmenden ihren Feed als informativer und thematisch vielfältiger, wie die Medienwächter erklärten. Die Nutzungszufriedenheit sei nicht gesunken: Sie blieb laut Studie stabil, egal ob der Feed 10 Prozent, 20 Prozent oder 30 Prozent Informationsvideos enthielt oder gar keine. Mehr journalistische Inhalte würden Nutzerinnen und Nutzer nicht abschrecken, sagte der Direktor der Medienanstalt NRW, Tobias Schmid.
Für einen großen Teil der Bevölkerung seien Kurzvideo-Feeds ein wichtiger Zugang zu Nachrichten, hieß es in der Studie. Da die Algorithmen auf Plattformen wie Instagram und Tiktok Interaktionen wie Likes belohnen und diese bei Informationsinhalten oft eher niedrig seien, würden Informationsinhalte den Nutzenden dort selten angezeigt.
Die Studie basiert den Angaben zufolge auf Versuchen mit mehr als 1.156 Personen ab 16 Jahren. Ihnen wurde ein nicht personalisierter Kurzvideo-Feed gezeigt, dessen Anteil an Informationsinhalten zufällig bei 0, 10, 20 oder 30 Prozent lag. Als Informationsinhalte galten Videos journalistischer Nachrichtenangebote von öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern wie ARD, ZDF, ntv und Bild.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lwd
Zuerst veröffentlicht 05.10.2026 14:53
Schlagworte: Medien, Internet, Studien, #sagsmir
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