07.10.2026 08:25
Der langjährige epd-Chefredakteur Hans Hafenbrack wird am Samstag 90 Jahre alt.
Der gebürtige Stuttgarter leitete die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) von 1981 bis zum Beginn seines Ruhestandes Ende 1998. Unter seiner Leitung weitete der epd seine Berichterstattung über zuvor vorwiegend kirchliche Themen deutlich aus. Zugleich wurde die Agenturarbeit durch die Nutzung neuester Techniken zur Nachrichtenübermittlung professionalisiert. Der am 10. Oktober 1936 geborene Hafenbrack studierte Theologie und arbeitete vor seiner journalistischen Tätigkeit unter anderem in der württembergischen Landeskirche in Stuttgart. 1978 vollzog er den Berufswechsel und trat in die epd-Zentralredaktion in Frankfurt am Main ein. Am 1. Juli 1981 wurde er Chefredakteur als Nachfolger von Hans-Wolfgang Heßler, der zum Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) berufen worden war. Nach seinem Ausscheiden erforschte Hafenbrack die Geschichte des 1910 gegründeten epd. Dabei wurde die bis dahin verbreitete Legende vom angeblich politischen Verbot des epd in der Zeit des Nationalsozialsozialismus 1937 widerlegt. Tatsächlich musste die epd-Arbeit 1941 eingestellt werden, weil das Papier kontingentiert worden war. Die Agentur ging 2002 an die Öffentlichkeit und stellte die Widerstandslegende richtig.
Zuerst veröffentlicht 07.10.2026 10:25 Letzte Änderung: 07.10.2026 10:35
Schlagworte: Medien, Nachrichtenagenturen, Personalien, BER, NEU
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