07.10.2026 13:29
Köln (epd). Die Film- und Medienstiftung NRW hat vier Filmemacherinnen und Filmemacher mit dem Gerd Ruge Stipendium ausgezeichnet. Rokhsareh Ghaemmaghami, Marcus Lenz, Isabel Schneider und Paul Sonntag erhielten Förderungen in Höhe von insgesamt fast 97.000 Euro, wie die Stiftung am Mittwoch in Köln mitteilte. Das Geld soll sie bei der Umsetzung ihrer Dokumentarfilmprojekte fürs Kino unterstützen.
Marcus Lenz wolle für seinen Film "Die Wahl der Waffen" zwei Protagonisten begleiten, die angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nach Antworten zwischen militärischer Wehrhaftigkeit und radikaler Gewaltfreiheit suchen, hieß es. In "Arbeit und Spiel" von Paul Sonntag soll es um die Arbeit im Betriebskindergarten eines internationalen Großkonzerns zwischen Profitlogik und progressiven Erziehungskonzepten gehen.
"Alles ist besser in Teheran" heißt das Filmprojekt von Rokhsareh Ghaemmaghami über ihre Reise zwischen Teheran und Berlin, Vergangenheit und Gegenwart, Krieg und familiären Traumata. In "Frauen, Arbeit, Kampf" will sich Isabel Schneider mit der Geschichte der Gastarbeiterinnen in Deutschland und ihrer Rolle für den Kampf um Gleichberechtigung am deutschen Arbeitsmarkt auseinandersetzen.
Seit 2002 schreibt die Film- und Medienstiftung NRW das Stipendium aus. Namensgeber ist der Journalist Gerd Ruge (1928-2021), der unter anderem für die ARD als Auslandskorrespondent tätig war und bis 2001 an der Hochschule für Fernsehen und Film München lehrte.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lwd
Zuerst veröffentlicht 07.10.2026 15:29
Schlagworte: Auszeichnungen, Film, #sagsmir
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