WDR erzielte 2025 Überschuss von 54,5 Millionen Euro - epd medien

08.10.2026 10:03

Der WDR meldet für das Jahr 2025 positive Geschäftsergebnisse. Das Plus in der Finanzrechnung war größer als im Betriebshaushalt, weil angesparte Rundfunkbeitrags-Rücklagen aufgelöst wurden.

Eingang zum WDR-Vierscheibenhaus in Köln

Köln (epd). Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat 2025 in der Betriebshaushaltsrechnung ein positives Ergebnis von 54,5 Millionen Euro erzielt. Erträgen von rund 1,635 Milliarden Euro standen Aufwendungen von 1,581 Milliarden Euro gegenüber, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht, der im Internet veröffentlicht wurde.

Die Erträge aus Rundfunkbeiträgen machten mit 1,264 Milliarden Euro den größten Posten bei den Einnahmen aus, hier ist allerdings auch der gesetzlich vorgeschriebene Anteil zur Finanzierung der Landesmedienanstalten enthalten (1,9 Prozent). Bei den Ausgaben waren die Personalkosten der größte Block: Für Arbeitsentgelte und Pensionsverpflichtungen beim fest angestellten Personal gab der WDR 2025 gut 545 Millionen Euro aus.

Höherer Überschuss in der Finanzrechnung

Hinzu kamen Urheber- und Leistungsvergütungen in Höhe von 354,5 Millionen Euro. Der Anteil an Programm-Gemeinschaftsaufgaben und Koproduktionen von ARD und ZDF schlug mit rund 203 Millionen Euro zu Buche. Hierzu gehören unter anderem die Filmbeschaffung durch die ARD-Tochter Degeto, der Sportrechte-Etat und der Kinderkanal.

Die Finanzrechnung, die das kaufmännisch ermittelte Ergebnis um nicht zahlungswirksame Sachverhalte wie Abschreibungen korrigiert, weist für 2025 einen liquiden Überschuss von 139,5 Millionen Euro aus. Dieser werde vorschriftsgemäß der Allgemeinen Ausgleichsrücklage zugeführt, heißt es im Jahresabschluss. Grund für den hohen Überschuss sei die Auflösung der in den Vorjahren in einer Rücklage angesparten Beitragsmehrerträge. Diese Mittel trügen zur Beitragsstabilität in der aktuellen Rundfunkbeitragsperiode von 2025 bis 2028 bei.

Durchschnittlich 3.740 Planstellen besetzt

Als unabhängiger Prüfer für den WDR-Jahresabschluss fungierte die in Düsseldorf ansässige Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Grant Thornton. Der WDR-Verwaltungsrat stellte den Jahresabschluss im September endgültig fest.

Beim WDR waren im Jahresdurchschnitt 2025 insgesamt rund 3.740 Planstellen besetzt. 1.441 entfielen auf den Bereich Produktion und Technik, 922 auf den Programmbereich NRW, Wissen und Kultur und 502 auf den Programmbereich Information, Fiktion und Unterhaltung. Die Verwaltung umfasste 688 Stellen.

rid



Zuerst veröffentlicht 08.10.2026 12:03 Letzte Änderung: 08.10.2026 12:07

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Finanzen, #sagsmir, NEU

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