"Audio Trends 2026": Digitale Radionutzung steigt weiter - epd medien

15.10.2026 10:10

Die Digitalisierung des Radios geht voran: Zwei Drittel der Hörer schalteten in den vergangenen vier Wochen über DABplus oder Internet verbreitete Sender ein.

DABplus-Logo

Berlin (epd). Der digitale Radioempfang gewinnt weiter an Bedeutung. 66 Prozent aller Hörerinnen und Hörer haben in den vergangenen vier Wochen Radiosender eingeschaltet, die über DABplus oder das Internet verbreitetet wurden. Das entspricht einem weitesten Hörerkreis von 42 Millionen Menschen, wie aus den am Donnerstag in Berlin veröffentlichten "Audio Trends 2026" hervorgeht. Damit setze sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort (2025: 64 Prozent).

Auch die tägliche Nutzung digitaler Radioangebote stieg erneut, auf 42 Prozent der Hörer. Insgesamt entfalle damit knapp ein Viertel der gesamten Radionutzung auf die beiden digitalen Empfangswege, hieß es.

DABplus beliebter als Webradio

DABplus wird dabei den Angaben nach öfter genutzt als Webradio. 25 Millionen Menschen haben innerhalb von vier Wochen einen über DABplus verbreiteten Sender eingeschaltet, das waren drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Mehr als 14 Millionen Menschen nutzen DABplus täglich. Die durchschnittliche tägliche Verweildauer liegt mit 156 Minuten auf stabilem Niveau.

Auch Webradio erreicht einen großen Teil der Bevölkerung: Mehr als 17 Millionen Menschen haben in den vergangenen vier Wochen Webradio genutzt (plus ein Prozentpunkt). Täglich hören knapp 6 Millionen Menschen Webradio. Die durchschnittliche tägliche Hördauer beträgt 113 Minuten.

Ausstattung der Haushalte und digitaler Zugang

Inzwischen verfügen demnach 41 Prozent der Haushalte über mindestens ein DABplus-Gerät. Auch DABplus im Auto ist verbreitet: Mittlerweile verfügt mehr als ein Viertel der Bevölkerung ab 14 Jahren über ein solches Autoradio. Insgesamt haben 75 Prozent Zugang zu einem DABplus-Gerät oder schon einmal Webradio gehört.

Das Bundesland, in dem die meisten Haushalte mit DABplus-Geräten ausgestattet sind, ist Bayern: Hier verfügen 47 Prozent der Haushalte über mindestens ein solches Gerät. An zweiter Stelle steht Sachsen-Anhalt, wo 45 Prozent der Haushalte über ein DABplus-Gerät verfügen, gefolgt von Thüringen mit 44 Prozent. Die wenigsten DABplus-Geräte gibt es in Hamburg (32 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (29 Prozent).

Die Tagesreichweite von DABplus liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei zehn Prozent beziehungsweise Minuten. Gefolgt von Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit neun Prozent beziehungsweise Minuten. Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie Sachsen haben jeweils eine Tagesreichweite von sieben Prozent. Die durchschnittliche Tagesreichweite in Deutschland sind acht Prozent.

Fragen der Auffindbarkeit

Thorsten Schmiege, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, sagte: "Der Anteil der digitalen Radionutzung steigt stetig. Für die Medienanstalten werden Fragen der Auffindbarkeit und der fairen Bedingungen auf digitalen Plattformen immer wichtiger, um eine vielfältige Hörfunklandschaft zu sichern."

Die Medienanstalten erheben seit 2013 jährlich Daten zur Entwicklung des digitalen Hörfunks in Deutschland. Die "Audio Trends" wurden bis 2021 als "Digitalisierungsbericht Audio" veröffentlicht. 2024 wurden die Daten zur Nutzung digitaler Radioprogramme erstmals als Sonderauswertung der Reichweitendaten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse erhoben.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

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Zuerst veröffentlicht 15.10.2026 12:10 Letzte Änderung: 15.10.2026 12:48

Schlagworte: Medien, Radio, Internet, #sagsmir, NEU

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