20.10.2026 15:11
München (epd). Zu mehr Eigeninitiative und Innovation bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Journalismus hat die BR-Intendantin Katja Wildermuth aufgerufen. Es reiche nicht mehr aus, nur zu fragen, was KI mit dem Journalismus mache, sagte die Senderchefin laut Mitteilung des Bayerischen Rundfunks am Dienstag im "Thema des Tages" auf BR24. "Jetzt müssen wir zeigen, was Journalismus mit KI machen kann." Wildermuth ist am Mittwoch zu Gast bei der Eröffnung der Münchner Medientage, die bis Freitag unter dem Motto "Own it!" ("Mach es dir zu eigen") auch über den Einsatz von KI in der Medienbranche diskutieren.
Wildermuth unterstrich, dass beim Einsatz von KI im Journalismus die Verantwortung immer beim Menschen bleibe: "Wenn es am Ende darum geht, wer die journalistische Verantwortung trägt, wer Quellen und Fakten prüft, wer Zusammenhänge herstellt, dann ist es immer der Journalist oder die Journalistin des Bayerischen Rundfunks." KI sei lediglich ein Werkzeug, die Gesamtverantwortung liege beim BR.
Sie verwies damit auf den KI-basierten News-Assistenten des BR, der seit dem 13. Oktober online ist. Das Tool fasst den Angaben zufolge Inhalte von BR24 und Tagesschau zusammen und verlinkt sie transparent. Nutzerinnen und Nutzer sollen sich dabei darauf verlassen können, dass nur redaktionell geprüfte Inhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in das System eingespeist werden. "Vertrauen ist die wichtigste Währung in diesem KI-dominierten Medienzeitalter", betonte die Intendantin.
lbm
Zuerst veröffentlicht 20.10.2026 17:11
Schlagworte: Medien, KI, #sagsmir
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