Prognose: Umsätze von Audio- und audiovisuellen Medien steigen erneut - epd medien

20.10.2026 22:01

Laut der Herbstprognose der Verbands Privater Medien Vaunet steigen die Medienumsätze aus Audio- und Bewegtbildangeboten 2026 voraussichtlich auf 16,3 Milliarden Euro - mit einem Streaminganteil von erstmals über 50 Prozent.

Berlin (epd). Erneut sind die Umsätze aus Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland gestiegen. Voraussichtlich werden diese 2026 um 1,8 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro ansteigen (2025: 16,0 Milliarden Euro), wie aus der jährlichen Herbstprognose des Verbands Privater Medien Vaunet hervorgeht, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. Diese Zahl setze sich aus gerundet 7,8 Milliarden Euro Nutzungsentgelten für Bezahlangebote, 6,4 Milliarden Euro Werbeumsätzen und 2,2 Milliarden Euro Teleshoppingumsätzen zusammen.

Mit 8,6 Milliarden Euro und einem Anteil von 52 Prozent werden die Streamingerlöse aus Nutzungsentgelten und Werbung (ohne Pay-TV) im laufenden Jahr erstmals die Erlöse der klassischen Mediengattungen übersteigen. 2019 lag ihr Anteil noch bei 26 Prozent. Weiterhin unter Druck stehen demnach die Umsätze in der klassischen TV- und Radiowerbung, die 2026 jeweils um sechs Prozent zurückgehen werden.

Lineares Werbesegment steht unter Druck

Laut Vaunet-Prognose wird bei den Umsätzen mit Inhalten im Pay-TV-Segment mit einem Rückgang um vier Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gerechnet (2025: 2,0 Milliarden Euro). Das Segment für bezahlte Video-Abrufinhalte (Paid-Video-on-Demand) wächst laut Vaunet weiter und legt um 4,5 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro zu (2025: 3,5 Milliarden Euro). Die Erlöse aus Paid Audio steigen laut Prognose um fünf Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro (2025: 2,1 Milliarden Euro). Der Streaming-Anteil im Bereich der entgeltpflichtigen Audio- und Bewegtbildangebote macht 75 Prozent (2025: 74 Prozent) aus.

Die Werbeumsätze von Audio- und Bewegtbildangeboten insgesamt steigen laut der Herbstprognose im Gesamtjahr 2026 um 1,8 Prozent auf rund 6,4 Milliarden Euro (2025: 6,3 Milliarden Euro), jedoch mit sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Segmenten: Während das klassische, lineare Werbesegment zunehmend unter Druck steht, wächst der Streaming-Werbemarkt auf 2,7 Milliarden Euro (2025: 2,4 Milliarden Euro), was einem Anteil von rund 42 Prozent (2025: 37 Prozent) entspricht. Für den Bereich Teleshopping wird 2026 mit einer stabilen Entwicklung auf Vorjahresniveau in Höhe von circa 2,2 Milliarden Euro gerechnet.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

ema/rid



Zuerst veröffentlicht 21.10.2026 00:01

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Radio, Internet, #sagsmir

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