21.10.2026 06:16
Köln (epd). Das Magazin "Emma" wird nach 50 Jahren eingestellt. Die Ausgabe vom 8. Dezember werde die letzte der feministischen Zeitschrift sein, die 1977 erstmals erschienen war, teilte die Emma Frauenverlags GmbH am Mittwoch in Köln mit. Als digitales Forum für feministische Information und Kommunikation soll "Emma" fortbestehen.
In der vorletzten Ausgabe, die ab Dienstag am Kiosk erhältlich ist, heißt es: "Wir müssen nicht aufhören, zumindest nicht aus ökonomischen Gründen. Wir, die 'Emma'-Macherinnen, sind ganz einfach erschöpft." Doch die 50 Jahre wolle man rund machen: "Und dann stolz erhobenen Hauptes gehen, statt allmählich davonzuschleichen."
"Emma" ist eng mit ihrer Gründerin, der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, und dem Feminismus in der Bundesrepublik Deutschland verbunden. Die 83-Jährige erklärte: "Wir haben gezeigt, wozu ein professioneller, engagierter, feministischer Journalismus fähig ist." "Emma" habe Deutschland ein Stück weit verändert.
Nach 50 Jahren und 398 Ausgaben mit 36.584 Seiten verlasse das Magazin die Bühne. Das Archiv werde vollständig in den Bestand des Deutschen Literaturarchivs Marbach aufgenommen. Es soll ab 2029 Interessierten, Medien und Forschung offenstehen.
kfr
Zuerst veröffentlicht 21.10.2026 08:16 Letzte Änderung: 21.10.2026 08:55
Schlagworte: Medien, Presse, Frauen, NEU
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