22.10.2026 14:44
Düsseldorf (epd). Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat am 1. Oktober Sperrmaßnahmen hinsichtlich zweier rechtswidriger Internetangebote beschlossen. Betroffen sind ein Online-Angebot mit drastischen Gewalt- und Todesdarstellungen sowie ein Angebot, das nationalsozialistische Propaganda und antisemitische Inhalte verbreitet. "Aufgrund der besonderen Sensibilität und potenziell verstörenden Wirkung der Inhalte wurde im Rahmen der öffentlichen Kommunikation auf nähere Einzelheiten verzichtet", sagte ein Sprecher der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) am Donnerstag in Düsseldorf auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd).
Auch auf die Nennung der betreffenden Domains sei verzichtet worden, um keine zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Angebote zu lenken. Die Adressaten hätten die Anordnungen bis zum 16. November technisch auszuführen. In einzelnen Fällen seien die Sperrmaßnahmen bereits umgesetzt. Beide Angebote verstoßen den Angaben zufolge in schwerwiegender Weise gegen die Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags.
Die Sperrmaßnahmen beträfen neben Access Providern in NRW auch solche in anderen Bundesländern, sagte der Sprecher. "Weitere Landesmedienanstalten haben sich dem Vorgehen der LFM NRW angeschlossen und sind in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich entsprechend tätig geworden." Gegen die Allgemeinverfügung könnten betroffene Access Provider Rechtsbehelfe erheben. In NRW sind die bundesweit tätigen Provider Telekom und Vodafone ansässig.
Die KJM ist ein Organ der Landesmedienanstalten und die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und Internet. Ihre Aufgabe ist es, für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu sorgen, die im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verankert sind. Nach einem KJM-Beschluss wird dieser von der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt umgesetzt.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ema
Zuerst veröffentlicht 22.10.2026 16:44
Schlagworte: Medien, Aufsicht, Internet, Gewalt, #sagsmir
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