27.10.2026 12:23
Berlin (epd). Eingewanderte Eltern sorgen sich laut einer Studie häufiger um die Mediennutzung ihrer Kinder. 50 Prozent der befragten Eltern aus der ersten Einwanderergeneration machten sich deswegen Sorgen, während es bei solchen ohne Einwanderungsgeschichte nur 26 Prozent seien, teilte das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) am Dienstag in Berlin mit. Für die laut DeZIM repräsentative Studie wurden Angaben von 514 Eltern mit Schulkindern ausgewertet.
Mehr Unterstützungsangebote für den Umgang mit Medien wünschen sich laut Erhebung 47 Prozent der Eltern aus der ersten Einwanderergeneration gegenüber 31 Prozent der Eltern ohne Einwanderungsgeschichte. Gründe für die höhere Unsicherheit der einen Gruppe lieferten die Daten nicht. Die Studie hält aber Sprachbarrieren oder eine geringere Kenntnis der Medienlandschaft für denkbare Erklärungen. Beide Gruppen fühlen sich mit Werten um 80 Prozent ähnlich gut darüber informiert, was ihre Kinder im Internet tun.
Statistisch relevante Unterschiede bei der Bildschirmzeit der Eltern beider Gruppen gibt es den Angaben nach nicht. Es gebe jedoch Hinweise darauf, dass das Nutzungsverhalten der Eltern sich auf die Kinder auswirkt. Bei den Befragten, die mobile Geräte täglich mehr als zwei Stunden nutzten, gelte das in 37 Prozent der Fälle auch für ihre Kinder. Diese Parallele sei auch bei kürzeren Nutzungszeiten erkennbar.
Für die Erhebung wurden Daten aus Befragungen für das "DeZIM.panel" von Dezember 2025 bis März 2026 ausgewertet. Die Nutzungszeiten der Kinder wurden durch ihre Eltern eingeschätzt. Das DeZIM-Institut ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
lob
Zuerst veröffentlicht 27.10.2026 13:23 Letzte Änderung: 27.10.2026 13:39
Schlagworte: Medien, Umfragen, Migration, #sagsmir, NEU
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