02.11.2026 15:50
Leipzig (epd). Der öffentlich-rechtliche Fernsehkinderkanal Kika soll bis Ende 2032 vollständig in ein eigenständiges digitales Angebot überführt werden. Die dafür notwendige Integration in die gemeinsame Infrastruktur von ARD und ZDF "Streaming OS" sei Anfang des Jahres gestartet worden, teilte der MDR-Rundfunkrat am Montag in Leipzig mit. Mit dem neuen Streaming-Angebot des Kika sei bereits "ein erster wichtiger Meilenstein erreicht" worden.
Der MDR-Rundfunkrat hatte auf seiner Sitzung am Montag zur Weiterentwicklung des Kinderkanals beraten. Bis Ende 2027 sollen demnach auch die Web- und App-Angebote schrittweise auf die neue Infrastruktur überführt werden. Insgesamt stehe der Kika, ein Angebot von ARD und ZDF, "vor einem tiefgreifenden Wandel".
Hintergrund ist der Reformstaatsvertrag, der am 1. Dezember 2025 in Kraft getreten ist. Er sieht unter anderem vor, dass die öffentlich-rechtlichen Sender bis 2033 ihre Spartenkanäle ins Internet überführen sollen. Das gilt auch für den Kika.
Der Rundfunkrat betonte, dass die technische und strategische Weiterentwicklung entscheidend sei, um die Sichtbarkeit öffentlich-rechtlicher Kinderangebote zu stärken. Der Kika soll sich als "zentraler digitaler Anlaufpunkt für Kinder und Familien" positionieren. Dabei komme es insbesondere darauf an, Kindern auch in der digitalen Medienwelt einen geschützten, werbefreien und altersgerechten Zugang zu hochwertigen Inhalten zu ermöglichen, hieß es.
Nach Angaben des MDR behauptete der Kika 2025 die Spitzenposition bei den 3- bis 13-Jährigen. Auch die digitalen Angebote des Kika würden gut genutzt. Der Rundfunkrat würdigte die starke Position des Programms als führende Medienmarke für Kinder in Deutschland.
lob
Zuerst veröffentlicht 02.11.2026 16:50 Letzte Änderung: 02.11.2026 16:59
Schlagworte: Medien, Rundfunk, Kinder, #sagsmir, NEU
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