Intendantin: Deutsche Welle braucht Geld, um Wirkung zu erzielen - epd medien

03.11.2026 05:13

Bei der Deutschen Welle gibt es bereits ein Sparprogramm. Intendantin Massing warnt vor weiteren Kürzungen und sagt: "Wir müssen präsent sein, wo die Freiheit bedroht ist und unabhängige Informationen fehlen."

Frankfurt a.M. (epd). Die Intendantin der Deutschen Welle (DW), Barbara Massing, warnt vor weiteren Kürzungen beim Auslandsrundfunk. "Das wäre ein Fest für die Autokraten dieser Welt", sagte Massing der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). Die Deutsche Welle repräsentiere das demokratische Modell der Bundesrepublik und Europas.

"Wir müssen präsent sein, wo die Freiheit bedroht ist und unabhängige Informationen fehlen, aber auch dort, wo Innovationen aus Deutschland, Europa und unseren Zielregionen sichtbar zu machen sind", sagte Massing. Die Intendantin ergänzte: "Deutschland würde sich selbst verzwergen, wenn ausgerechnet der deutsche Auslandsrundfunk dauerhaft beschnitten würde."

Abbau von 160 Vollzeitstellen

Die Intendantin verwies darauf, dass der Etat des Senders für das laufende Jahr bereits um 10 Millionen Euro auf rund 415 Millionen Euro gesenkt worden sei, die noch einen Investitionszuschuss von 20 Millionen Euro beinhalten. "Wir tun gut dran, den deutschen Auslandsfunk ausreichend auszustatten, damit er seine Wirkung erzielen kann", sagte Massing.

Wegen der sinkenden Bundeszuschüsse und Tarifsteigerungen hat die Deutsche Welle ein Sparprogramm aufgelegt. Im Februar wurde unter anderem der Abbau von 160 Vollzeitstellen beschlossen. In der DW-Zentrale Bonn und am Standort Berlin arbeiten rund 3.000 festangestellte und freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 60 Nationen, hinzu kommen Beschäftigte im Ausland. Zum Beginn des vergangenen Jahres gab es im Sender nach eigenen Angaben rund 3.000 Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalente).

Meldung aus dem epd-Basisdienst

kfr



Zuerst veröffentlicht 03.11.2026 06:13

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Finanzen, #sagsmir

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