06.11.2026 15:00
Bonn/Berlin (epd). Die belarussischen Behörden haben nach Angaben der Deutschen Welle (DW) eine Fahndung nach vier Journalistinnen des Senders aus Belarus eingeleitet. Die DW verurteile das scharf, teilte der Sender am Freitag mit. DW-Intendantin Barbara Massing sagte, der Fahndungsbefehl sei ein "inakzeptabler Versuch, unabhängigen Journalismus zu kriminalisieren und Journalistinnen einzuschüchtern, nur weil sie ihrer Arbeit nachgehen".
Das belarussische Angebot der Deutschen Welle ist nach Angaben des Senders seit April 2024 in Belarus verboten. Damals habe das Innenministerium des Landes DW Belarus als "extremistische Organisation" eingestuft. Die belarussischen Behörden hätten nun Fahndungsbefehle gegen die vier belarussischen Journalistinnen Olga Kapustina, Alexandra Boguslawskaja, Ulyana Babayed und Katsiaryna Kryzhanouskaya erlassen. Nach den vier Frauen werde auch in Russland gefahndet. Sie halten sich nach Angaben der Deutschen Welle derzeit alle in Deutschland auf.
Die Deutsche Welle lasse sich nicht einschüchtern und werde die Menschen in Belarus weiterhin "mit unabhängigen und verlässlichen Informationen versorgen", sagte Massing. Belarus steht auf der Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" derzeit auf Rang 165 von 180.
Die Deutsche Welle bietet als Auslandsrundfunk weltweit Hörfunk, Fernsehen und Online-Informationen in deutscher Sprache und mehr als 30 weiteren Sprachen an. Die Fernseh-, Online- und Radioangebote erreichen nach Angaben des Senders jede Woche weltweit 406 Millionen Nutzer.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
dir
Zuerst veröffentlicht 06.11.2026 16:00
Schlagworte: Belarus, Medien, Pressefreiheit #sagsmir
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