06.01.2026 15:23
Washington (epd). Wegen des Entzugs staatlicher Fördermittel hat die Corporation for Public Broadcasting (CPB) in den USA am Montag (Ortszeit) ihre Auflösung bekanntgegeben. Wie die überparteiliche Einrichtung zur Förderung des nicht-kommerziellen Hörfunks National Public Radio (NPR) und des nicht-kommerziellen Fernsehens Public Broadcasting Service (PBS) in Washington mitteilte, hat das Board of Directors beschlossen, "nach 58 Jahren Dienst an der amerikanischen Öffentlichkeit" einen Schlussstrich zu ziehen. Ohne Mittel wäre die CPB eine "nicht-funktionierende Einrichtung" gewesen.
US-Präsident Donald Trump hatte 2025 durchgesetzt, dass den nicht-kommerziellen Rundfunk- und Fernsehsendern die staatliche Finanzierung entzogen wurde. Republikanische Politiker werfen NPR und PBS seit Langen vor, konservative Standpunkte und Politiker zu benachteiligen und sogenannte woke Inhalte zu vermitteln. Beide finanzieren sich über Sponsoring von Unternehmen, Mittel von Stiftungen, Spenden und das Geld der CPB.
Was den nicht-kommerziellen Medien angetan wird, sei "verheerend", sagte die Vorsitzende des CPB-Boards, Ruby Calvert. Sie sei jedoch überzeugt, dass diese überleben würden. Sie habe Hoffnung auf Veränderungen im Kongress. Die CPB wurde 1967 gegründet, um ein landesweites öffentliches Mediensystem mit mehr als 1.500 örtlichen Sendern zu unterstützen. Zu den öffentlich geförderten Programmen gehörte auch die "Sesame Street".
Der Medienfachdienst "Current.org" berichtete, der CPB-Vorstand habe den Beschluss zur Auflösung bereits am 10. Dezember einstimmig gefasst. Das gehe aus Gerichtsdokumenten zum Rechtsstreit gegen Trump hervor, die am Montag öffentlich wurden.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ege
Zuerst veröffentlicht 06.01.2026 16:23 Letzte Änderung: 06.01.2026 17:18
Schlagworte: Medien, USA, NEU
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