28.01.2026 13:45
Köln (epd). Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) plant den Verkauf seines Produktionsstandortes Köln-Bocklemünd. Hintergrund sei, dass die großen Flächen angesichts schlanker und digitaler Produktionsprozesse nicht mehr ausgelastet seien, erklärte der WDR am Mittwoch in Köln. Der Sender will das gesamte Vorhaben spätestens bis 2035 abschließen. Die in Bocklemünd arbeitenden Einheiten sollen ab 2028 an alternativen Standorten arbeiten können.
Das Vorhaben basiere auf einer internen Bedarfsanalyse sowie einer unabhängigen Wirtschaftlichkeitsprüfung, hieß es weiter. WDR-Intendantin Katrin Vernau sagte: "Ein weiterer Erhalt des Standortes ist für den WDR schlichtweg unwirtschaftlich." Der Sender bündle seine Kräfte gezielt in der Kölner Innenstadt.
Im nächsten Schritt soll nun ein WDR-Projektteam gemeinsam mit Mitarbeitenden und Personalrat den Bedarf und die Möglichkeiten von alternativen Standorten für die in Bocklemünd ansässigen Bereiche analysieren. Dazu zählten unter anderem die Abteilungen Veranstaltungstechnik und Ateliers, Multimedia und Großproduktion und zwei Hallen für Studioproduktionen. Mieter sind den Angaben zufolge neben weiteren der Zentrale Beitragsservice und die Produktionsgesellschaft Bavaria Studios.
In Bocklemünd befinden sich unter anderem die Studios zu den Sendungen "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause". Auch die vom WDR produzierte ARD-Serie "Lindenstraße" wurde von 1985 bis zur Einstellung 2020 auf dem Gelände im Kölner Nordwesten gedreht.
ema
Zuerst veröffentlicht 28.01.2026 14:45 Letzte Änderung: 28.01.2026 15:02
Schlagworte: Medien, Rundfunk, Wirtschaft, NEU
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