20.02.2026 09:37
Berlin, Dresden (epd). Ein neues Zeitungsprojekt für Ostdeutschland ist am Freitag gestartet: Erstmals erschien die "Ostdeutsche Allgemeine" zum Einzelverkaufspreis von 3,90 Euro. Sie wird vom Verleger der "Berliner Zeitung", Holger Friedrich, herausgebracht. Der Hauptsitz ist in Dresden. Die Zeitung soll nach Verlagsangaben eine publizistische Lücke in Ostdeutschland schließen.
Die Erstausgabe erschien mit der Überschrift "Vorsicht, Freiheit" und einem Megafon auf der Titelseite. Dazu stand geschrieben: "Der Staat traut den Menschen nicht mehr zu, für sich selbst zu entscheiden. Er will sie vor Meinungen, Medien und Parteien schützen. Das schadet der Demokratie".
Nach Verlagsangaben war die OAZ am Ersterscheinungstag in 6.000 Zeitungskiosken in Ostdeutschland erhältlich. Die Zeitung wird künftig nur am Wochenende als Printausgabe erscheinen. Unter der Woche soll es ein E-Paper geben.
Chefredakteur ist Dorian Baganz, 1993 in Duisburg geboren. Davor war er beim "Freitag". Im "Editorial" schrieb er, die neue Zeitung erhebe den Anspruch, "ein gesamtdeutsches Leitmedium zu werden". In der 56-seitigen Erstausgabe 20. bis 26. Februar 2026 finden sich unter anderem ein Interview mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und ein Porträt von AfD-Chef Tino Chrupalla.
Der 1966 in Ost-Berlin geborene Holger Friedrich kaufte im Jahre 2019 gemeinsam mit seiner Frau die "Berliner Zeitung". An deren publizistischer Linie war seither immer wieder Kritik laut geworden, etwa wegen Gastbeiträgen des früheren SED-Politikers Egon Krenz.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lob
Zuerst veröffentlicht 20.02.2026 10:37 Letzte Änderung: 20.02.2026 11:01
Schlagworte: Medien, Zeitungen, NEU
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