13.03.2026 09:41
Berlin (epd). Der Rechtsstreit des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) mit der früheren Leiterin der Intendanz, Verena Formen-Mohr, wird fortgesetzt. Ein neuer Verhandlungstermin am Berliner Landesarbeitsgericht sei für den 29. Mai anberaumt worden, teilte das Gericht auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mit. Eine Entscheidung war zunächst bereits vor einem Jahr geplant. Der Verkündungstermin war jedoch Mitte März 2025 kurzfristig aufgehoben worden. (AZ: 12 Sa 861/23)
Das Landesarbeitsgericht hatte in dem Rechtsstreit nach der mündlichen Verhandlung im Januar 2025 zunächst mitgeteilt, dass beide Seiten bis Ende Februar des Jahres eine einvernehmliche Lösung ihrer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung anstrebten. Sollte dies nicht gelingen, sollte am 21. März eine Entscheidung verkündet werden. Dieser Termin wurde dann abgesagt. Nun gibt es laut Gericht einen Fortsetzungstermin, aber noch keinen Verkündungstermin.
Der RBB hatte Formen-Mohr nach Gerichtsangaben im Oktober 2022 eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Das Arbeitsgericht Berlin hatte die Kündigung im April 2023 bestätigt. Sie habe mit ihrem Agieren die Vermögensinteressen des RBB gefährdet, hieß es zur Begründung. Dem RBB sei die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Befristung am 31. Juli 2025 nicht zuzumuten. (AZ: 21 Ca 10927/22)
Das Arbeitsgericht betonte in seiner Entscheidung, die frühere Intendanz-Leiterin habe Vorgaben für die Rechnungsfreigabe und die Erweiterung von Beratungsverträgen missachtet. Gegen das Urteil des Arbeitsgerichts war Formen-Mohr in Berufung gegangen. Der RBB streitet mit weiteren ehemaligen Führungskräften gerichtlich um Kündigungen und hohe Summen.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lob
Zuerst veröffentlicht 13.03.2026 10:41 Letzte Änderung: 13.03.2026 11:06
Schlagworte: Medien, Rundfunk, RBB, Prozesse, NEU
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