30.03.2026 13:36
Berlin/Hamburg (epd). Die Einkommen der Journalistinnen und Journalisten bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) steigen um durchschnittlich 6,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Darauf hätten sich die Tarifparteien bei der fünften Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag in Berlin verständigt, teilte der Deutsche Journalistenverband (DJV) am Montag in Berlin mit.
Damit werden den Angaben nach die Tarifgehälter für Beschäftigte der dpa sowie die Grundgehälter für die Beschäftigten der Tochtergesellschaften dpa infocom, dpa English Services und Rufa Rundfunk Agenturdienste ab dem 1. April um 110 Euro und ab dem 1. Juli um weitere 90 Euro erhöht.
Zum 1. Juli 2027 folge eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent. Volontärinnen und Volontäre erhielten rückwirkend ab 1. März monatlich 200 Euro mehr. Ab 1. Juli 2027 steigen ihre Gehälter laut DJV um weitere 2,5 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine 24-monatige Laufzeit bis Ende 2027.
DJV-Verhandlungsführer Christian Wienzeck bilanzierte: "Unser Ziel war es, einen Abschluss zu erreichen, der einerseits den Belastungen insbesondere der Volontärinnen und Volontäre sowie der Jungredakteure durch die Preisentwicklung Rechnung trägt und andererseits dem hohen Anspruch an die Qualität der Arbeit in Deutschlands führender Nachrichtenagentur gerecht wird." Laut ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel liegt das Ergebnis über den vorherigen Angeboten der dpa.
Auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) sagte ein dpa-Sprecher in Hamburg: "Dieser Abschluss ist angesichts der aktuellen Marktentwicklungen herausfordernd, zumal er auch über den für 2026 und 2027 angesetzten Etats liegt." Für die dpa-Geschäftsführung sei es während der gesamten Verhandlungsrunden entscheidend gewesen, zu einer tragfähigen Lösung zu kommen, die die Leistung der Beschäftigten anerkenne und gleichzeitig wirtschaftlich verantwortbar bleibe.
Am 20. März hatten die Gewerkschaften einen ganztägigen Warnstreik organisiert, zu dem die fast 800 Beschäftigten der dpa aufgerufen waren.
ema
Zuerst veröffentlicht 30.03.2026 15:36 Letzte Änderung: 30.03.2026 15:44
Schlagworte: Medien, Nachrichtenagenturen, Gewerkschaften, NEU
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