SRG schließt 2025 mit rund drei Millionen Franken Minus ab - epd medien

08.04.2026 10:24

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Defizit von 2,9 Millionen Franken beendet. Insgesamt nahm der öffentliche Sender 1,56 Milliarden Franken ein, 3,5 Millionen weniger als im Vorjahr.

Logos der SRG SSR

Bern (epd). Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Minus 2,9 Millionen Franken (3,15 Millionen Euro) abgeschlossen. Wie der öffentliche Sender am Mittwoch mitteilte, nahm er 2025 insgesamt 1,56 Milliarden Franken ein (rund 1,69 Milliarden Euro), das waren 3,5 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Der Ertrag aus der Medienabgabe sank im Vergleich zum Vorjahr um 33,4 Millionen Franken (36,27 Millionen Euro) auf 1,3 Milliarden Franken (1,41 Milliarden Euro).

Die kommerziellen Erträge, zu denen auch die Werbeeinnahmen zählen, stiegen nach Angaben der SRG um rund 3 Millionen Euro, das liege unter anderem an einem Anstieg der Sponsoringeinnahmen durch Sportgroßereignisse und den Eurovision Song Contest ESC in Basel. Die übrigen Erträge stiegen um 26,8 Millionen Franken (29,10 Millionen Euro). Diese Einnahmen standen nach Angaben der SRG unter anderem im Zusammenhang mit einem Immobilienverkauf und mit Dienstleistungen rund um die Übertragung des ESC.

Sozialplankosten bis 2029 bereits erfasst

Der Betriebsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Millionen Franken (12,8 Millionen Euro) auf 1,55 Milliarden Franken (1,68 Milliarden Euro), nach Angaben des Unternehmens hauptsächlich wegen Restrukturierungsrückstellungen in Zusammenhang mit der geplanten Transformation der SRG. Die Rückstellungen betrugen laut SRG 49,7 Millionen Franken (53,97 Millionen Euro). Damit seien die Sozialplankosten für den weiteren Personalabbau bis 2029 in der Bilanz erfasst und belasteten künftige Ergebnisse nicht mehr.

Mit der unternehmensweiten Transformation will sich die SRG neue Strukturen geben und neue Prozesse aufsetzen. Gleichzeitig startete der Sender Kostensenkungsmaßnahmen, um der vom Bundesrat beschlossenen Herabsetzung der Haushaltsabgabe ab 2027 zu begegnen. Insgesamt will die SRG SSR in dem "Enavant" genannten Prozess 900 Stellen abbauen. Im vergangenen Jahr seien bereits 248 Vollzeitstellen abgebaut und die Gehaltskosten spürbar gesenkt worden.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen laut SRG 105,3 Millionen Franken (114,34 Millionen Euro) und lagen 5,9 Millionen Franken (6,41 Millionen Euro) höher als im Vorjahr. Die Abschreibungen bewegten sich mit 74 Millionen Franken (80,35 Millionen Euro) leicht über dem Vorjahresniveau.

Stabile Erträge aus der Medienabgabe erwartet

Für 2026 rechnet die SRG mit stabilen Erträgen aus der Medienabgabe, da diese erst ab 2027 auf 312 Franken (338,78 Euro) pro Haushalt reduziert werde. Zugleich werden 80 Prozent der mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen von der Abgabe befreit. Eine weitere Reduktion der Haushaltsabgabe auf 300 Franken (325,75 Euro) ist ab 2029 vorgesehen.

Risiken sieht die SRG hingegen beim Werbemarkt durch hohe Volatilität und Verschiebungen hin zu großen Plattformen. Allerdings rechnet das Unternehmen damit, dass die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft "den kommerziellen Bereich punktuell stützen".

cd



Zuerst veröffentlicht 08.04.2026 12:24 Letzte Änderung: 08.04.2026 12:25

Schlagworte: Medien, Schweiz, SRG SSR, Finanzen, cd, NEU

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