16.04.2026 09:19
Bonn (epd). Die Westfälische Medien Holding AG kann Teil der Rheinischen Post Mediengruppe werden. Das Bundeskartellamt genehmigte die geplante Übernahme, wie die Behörde am Donnerstag in Bonn mitteilte. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, sagte: "Das Vorhaben ist aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich, da sich die Verbreitungsgebiete der beteiligten Verlage nicht überschneiden." Die Unternehmen stünden daher weder auf den Lesenden- noch auf den relevanten Anzeigenmärkten in direktem Wettbewerb.
Im März wurden die Pläne bekannt. Eine zwischen beiden Seiten getroffene Vereinbarung sieht die Übernahme sämtlicher Aktien der Westfälischen Medien Holding AG durch die Rheinische Post Mediengruppe vor.
Beide Unternehmen verlegen lokale Tageszeitungen und sind darüber hinaus im Bereich des lokalen Rundfunks tätig. Die Rheinische Post Mediengruppe hatte angekündigt, mit der Übernahme werde sie zur auflagenstärksten Tageszeitungs- und Verlagsgruppe in Nordrhein-Westfalen (NRW) aufsteigen. Die Rheinische Post Mediengruppe mit Sitz in Düsseldorf gibt die "Rheinische Post" mit einer Auflage von 183.000 sowie den "Bonner General-Anzeiger" mit einer Auflage von rund 55.000 Exemplaren heraus.
Die Westfälische Medien Holding AG ist Herausgeberin der "Westfälischen Nachrichten", der "Münsterschen Zeitung", des "Westfalen-Blatts", des "Westfälischen Volksblatts" sowie der "Allgemeinen Zeitung Coesfeld". Sie ist ein Zusammenschluss der Unternehmensgruppe Aschendorff aus Münster und der Unternehmensgruppe Westfalen-Blatt aus Bielefeld, seit 2024 gehört auch der Verlag J. Fleißig in Coesfeld dazu.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
lwd
Zuerst veröffentlicht 16.04.2026 11:19 Letzte Änderung: 16.04.2026 12:13
Schlagworte: Medien, Presse, Unternehmen, Verlage, NEU
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