Brandenburg bekommt Bürgerrat für den Rundfunk - epd medien

18.06.2026 14:32

Ein Bürgerrat soll in Brandenburg die Sicht der Beitragszahler in die Diskussion über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einbringen. Der Landtag hat der Einrichtung des Gremiums zugestimmt.

Potsdam (epd). Brandenburg bekommt einen Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das hat der Landtag am Donnerstag in Potsdam auf Antrag von Parlamentspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) beschlossen. Der aus 51 Personen bestehende Rat soll zentrale Fragen der künftigen Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger beraten und Empfehlungen erarbeiten. AfD und BSW lehnten den Antrag ab.

Ziel des Bürgerrates sei, die Sichtweisen der Beitragszahlenden in die Diskussion über Auftrag, Organisation und gesellschaftliche Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einzubringen, heißt es in dem Beschluss: "Die Beratungen sollen dazu beitragen, Transparenz, Verständlichkeit und Akzeptanz des Systems zu stärken sowie Impulse für eine zeitgemäße Weiterentwicklung zu geben."

Auswahl nach Zufallsprinzip

Dem Bürgerrat sollen 51 Menschen ab 16 Jahren mit Erstwohnsitz in Brandenburg angehören. Sie werden nach dem Zufallsprinzip unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Herkunft, Wohnort und Bildungsniveau ausgewählt. Damit solle ein möglichst realitätsnahes Abbild der Bevölkerung des Landes Brandenburg gewährleistet werden, hieß es.

Der Bürgerrat passt zu den Zielen der in Brandenburg regierenden Koalition aus SPD und CDU für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR). Im Koalitionsvertrag steht, der ÖRR solle "weiter reformiert, effizienter und klarer im Auftrag" werden. Brandenburg ist zusammen mit Berlin für die Zwei-Länder-Anstalt RBB zuständig.

lob/dir



Zuerst veröffentlicht 18.06.2026 16:32 Letzte Änderung: 18.06.2026 17:56

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Brandenburg, RBB, Bürgerrat, NEU

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