25.06.2026 11:54
Magdeburg (epd). Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra (CDU) unterstützt die Proteste gegen den Produktionsstopp neuer Krimis beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Wie die Staatskanzlei in Magdeburg am Donnerstag mitteilte, schließt sich Robra dem Appell der Oberbürgermeister von Magdeburg und Dresden an, den "Polizeiruf 110" aus Magdeburg und den "Tatort" aus Dresden fortzuführen.
"Auch die Menschen in Mitteldeutschland finanzieren das Erste mit ihren Rundfunkbeiträgen", erklärte Robra: "Der MDR sollte deshalb weiterhin dazu beitragen, dass mitteldeutsche Geschichten und Perspektiven im Gemeinschaftsprogramm präsent bleiben. Die Fortsetzung des "Polizeiruf 110' aus Magdeburg und des Dresdner 'Tatorts' wäre ein wichtiges Signal."
Im Mai hatte der MDR angekündigt, die Produktion neuer "Tatort-" und "Polizeiruf 110"-Folgen für drei Jahre auszusetzen. Begründet wurde das unter anderem mit Kürzungen, die nötig seien, weil die Bundesländer die Erhöhung des Rundfunkbeitrages blockierten. In den nächsten Jahren sollten daher nur "bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte" Krimi-Produktionen ausgestrahlt werden.
Die MDR-Krimis sind Teil des bundesweiten Sonntagabendprogramms der ARD und dort auch in der Mediathek verfügbar. "Damit tragen sie wesentlich dazu bei, mitteldeutsche Lebenswirklichkeit einem bundesweiten Publikum sichtbar zu machen", hieß es aus der Staatskanzlei.
Robra betonte, nur, wenn die Menschen sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wiederfänden, werde dessen Akzeptanz langfristig gestärkt. Der MDR habe den Auftrag, über das Geschehen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu berichten und dabei eine mitteldeutsche Perspektive in das Gemeinschaftsprogramm der ARD einzubringen.
Auch die Schauspielerin Claudia Michelsen, die im Magdeburger Polizeiruf die Kommissarin Doreen Brasch verkörpert, hatte den geplanten Stopp von Neuproduktionen kritisiert und von einem "Minimieren des Ostens" gesprochen.
lob
Zuerst veröffentlicht 25.06.2026 13:54 Letzte Änderung: 25.06.2026 15:14
Schlagworte: Medien, Fernsehen, NEU
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