24.07.2026 03:33
Washington/New York (epd). In einem Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium müssen mehrere Reporter der "New York Times" nun doch nicht vor Gericht erscheinen. Das Ministerium zog zuvor bei der Bundesanwaltschaft erwirkte Vorladungen zurück, berichteten US-Medien am Donnerstag (Ortszeit).
Die Reporter der "Times" hatten am 8. Juli über unzureichende Sicherheitssysteme des neuen US-Präsidentenflugzeugs Air Force One berichtet. Die Boeing 747-8 ist ein umstrittenes Geschenk an US-Präsident Donald Trump vom Emirat Katar. Mithilfe der Vorladungen sollten die Journalisten offenbar gezwungen werden, ihre Quellen zu nennen.
Laut Fachdienst" Courthouse News" kritisierte Richter Arun Subramanian die Vertreter der Staatsanwaltschaft wegen der Vorladungen. Normalerweise seien Vorladungen die letzte und nicht die erste Maßnahme. Der Anwalt der "Times", David McCraw, begrüßte die Entwicklung in dem Fall als bedeutende Bestätigung der US-amerikanischen Verpflichtung zur Pressefreiheit.
Der Kabelsender CNBC zitierte einen Sprecher des Justizministeriums, die Ermittlungen liefen weiter. Man gehe vor gegen Personen, die die "nationale Sicherheit bedrohen durch das Leaken von Geheiminformationen". Der Präsident des Journalistenverbandes "Reporters Committee for Freedom of the Press", Bruce Brown, lobte, dass Maßnahmen gegen Reporter, um das Weiße Haus zu beschwichtigen, wieder einmal vor Gericht gescheitert seien.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ege
Zuerst veröffentlicht 24.07.2026 05:33
Schlagworte: USA, Medien
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