26.08.2026 15:45
Washington (epd). Ein in Kalifornien laufendes Zivilverfahren gegen den Technologie-Riesen Meta geht nach Angaben von Meta und des Generalstaatsanwaltes von Kalifornien, Rob Bonta, mit einem Vergleich zu Ende. Das Unternehmen habe sich zu einer Zahlung von bis zu 17 Milliarden Dollar (14,6 Milliarden Euro) bereit erklärt, gab Bonta am Mittwoch bekannt. Zudem habe Meta sich zu einer "massiven Transformationen" seiner Plattformen binnen Monaten bereit erklärt, um das Risiko für Kinder zu reduzieren. Die zuständige Richterin muss dem Vergleich noch zustimmen.
Bei dem seit dem 18. August am Bundesgericht in Oakland in Kalifornien laufenden Verfahren warfen mehr als 20 Bundesstaaten Meta vor, mit den Plattformen Facebook und Instagram Kinder und damit die "verwundbarsten Konsumenten" auszunutzen sowie zu manipulieren. Die stellvertretende Generalstaatsanwältin von Kalifornien, Megan O'Neill, sagte vor Gericht, die Plattformen seien darauf ausgelegt, "dass Kinder immer wieder zurückkommen".
Meta selbst sprach am Mittwoch in einer Pressemitteilung von einer Summe von rund 18 Milliarden und erklärte, das Geld solle unter anderem für "Online-Sicherheitsinitiativen" verwendet und im Laufe von zehn Jahren ausgezahlt werden. Meta werde für Minderjährige auf Facebook und Instagram Zeitbeschränkungen von zwei Stunden einführen, die nur mit elterlicher Erlaubnis aufgehoben werden könnten. In einem offenen Brief forderte Meta zudem TikTok und Youtube auf, sich ebenfalls an diese Obergrenze zu halten.
In den USA wird seit Jahren über negative Auswirkungen sozialer Medien diskutiert. Wie die "New York Times" berichtete, liegen landesweit zahlreiche Klagen gegen Tech-Firmen vor. Manche kämen voraussichtlich in den kommenden Monaten zur Verhandlung. Der Vergleich könnte dem Bericht zufolge einen "Wendepunkt" für die sozialen Medien signalisieren. Anfang August wurde Meta im Bundesstaat New Mexico wegen Gefährdung von Kindern zu einer Strafzahlung von 567 Millionen Dollar verurteilt. Meta kündigte Berufung an.
ege
Zuerst veröffentlicht 26.08.2026 17:45 Letzte Änderung: 28.08.2026 10:56
Schlagworte: USA, Justiz, Medien, Internet, NEU
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