Einigung in Tarifverhandlungen: NDR-Mitarbeitende erhalten mehr Geld - epd medien

02.09.2026 12:50

In den Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und dem Norddeutschen Rundfunk gibt es laut ver.di Hamburg eine Einigung. Der NDR-Verwaltungsrat muss noch zustimmen.

Gebäude des NDR in Hamburg

Hamburg (epd). Gewerkschaften und der NDR haben sich nach sieben Verhandlungsrunden auf einen Tarifabschluss geeinigt. Festangestellte, arbeitnehmerähnliche Freie und Auszubildende erhielten Verbesserungen bei Gehältern und Honoraren, teilte die Gewerkschaft ver.di Hamburg am Mittwoch mit. Nach zähen Verhandlungen und Warnstreiks hatte es zuvor im Juni und Juli Tarifabschlüsse in mehreren Landesrundfunkanstalten gegeben - mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen bei WDR, SWR, MDR und BR.

Für Festangestellte, Auszubildende und weitere Beschäftigte würden die Entgelte in drei Stufen steigen, informierte ver.di Hamburg: rückwirkend zum 1. April 2026 um 1,23 Prozent, zum 1. April 2027 um 2,5 Prozent und zum 1. April 2028 um weitere 2,0 Prozent. 0,5 Prozentpunkte der für April 2027 vereinbarten Erhöhung könnten wieder zurückgenommen werden, sollten sich die finanziellen Rahmenbedingungen des Senders unerwartet verschlechtern, hieß es. Die Laufzeit des Tarifabschlusses betrage 35 Monate.

NDR-Verwaltungsrat berät am 18. September

Der NDR erklärte auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd), die verhandelten Tarifverträge stünden unter dem Vorbehalt der Zustimmung des NDR-Verwaltungsrats. Dieser berät am 18. September.

Ver.di Hamburg teilte weiter mit, das Urlaubsgeld für die unteren Vergütungsgruppen werde um 120 Euro erhöht. Auch die Auszubildenden erhielten diese Erhöhung. Im kommenden Jahr sollen laut der Gewerkschaft gesonderte Verhandlungen über die künftige Bezahlung junger Mitarbeitender nach Abschluss ihrer Ausbildung aufgenommen werden.

lnh



Zuerst veröffentlicht 02.09.2026 14:50 Letzte Änderung: 02.09.2026 15:37

Schlagworte: Medien, Rundfunk, Arbeit, NEU

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