Bahn beendet Streit mit ZDF um Hayali-Dokumentation - epd medien

03.09.2026 09:56

Trotz Nachbesserungen hatte der Streit zwischen der Deutschen Bahn und dem ZDF wegen einer kritischen Dokumentation mit Dunja Hayali angedauert. Nun ist er beigelegt.

"Am Puls" mit Dunja Hayali

Berlin/Mainz (epd). Die Deutsche Bahn verzichtet auf weitere juristische Schritte gegen die kritische ZDF-Dokumentation "Unsere Bahn: geliebt, verflucht - gefährlich?" mit Dunja Hayali. Das Unternehmen verwies auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) am Donnerstag in Berlin auf die von dem Mainzer Sender bereits kurz nach der Ausstrahlung abgegebene Unterlassungserklärung wegen unwahrer Tatsachenbehauptungen sowie die Korrektur falsch dargestellter Fakten. "Weitere rechtliche Schritte verfolgen wir aktuell nicht", sagte ein Bahn-Sprecher.

Das ZDF hatte die Doku von Dunja Hayali und Sebastian Bellwinkel aus der Reihe "Am Puls" am 21. Juli ausgestrahlt. Zudem ist der Film in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Bahn monierte unzulässiges "Zerrbild"

Nach öffentlicher Kritik der Bahn im Newsblog des Unternehmens und einer juristischen Abmahnung am Tag der Ausstrahlung reagierte das ZDF zeitnah und korrigierte eine Zahlenangabe zu digitalen Stellwerken in der Mediatheken-Fassung von "0" auf "3". Hierzu unterzeichnete der Sender zudem eine Unterlassungserklärung. Im Titel einer Grafik zur Bahnpünktlichkeit in Belgien änderte er außerdem die Überschrift und passte sie an die Aussage des Sprecher-Texts an.

Die Bahn warf den Machern der Dokumentation danach immer noch vor, "entscheidende Fakten" bewusst auszuklammern und ein unzulässiges "Zerrbild" zu zeichnen. Das Unternehmen drohte daher noch Ende Juli mit weiteren juristischen Schritten. Das ZDF wies die weitere Kritik der Deutschen Bahn an der Berichterstattung ebenso zurück, wie eine damit einhergehende Forderung zur Löschung aus der Mediathek.

nbl



Zuerst veröffentlicht 03.09.2026 11:56 Letzte Änderung: 03.09.2026 12:28

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Justiz, NEU

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