09.09.2026 14:37
Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat ihre Kritik an "systematischer Medienfeindlichkeit" in Sachsen-Anhalt bekräftigt.
Seit Mai seien 46 Fälle von Übergriffen, Einschüchterungen und massiven Behinderungen gezählt worden, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Darunter hätten sich sieben physische Übergriffe, Gewalttaten und Androhungen befunden. Bereits Anfang September hatte ver.di die hohe Anzahl der Vorfälle beklagt. Ihren "vorläufigen Höhepunkt" habe die Entwicklung am Wahlwochenende und auf der AfD-Wahlparty am Sonntag in Magdeburg gefunden, hieß es. Zahlreichen internationalen Medien sei durch die in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD eine Akkreditierung verweigert worden. Die Polizei habe Medienschaffende auf der AfD-Wahlparty nicht ausreichend vor Einschüchterungsversuchen geschützt habe. Als Folge der Übergriffe forderte ver.di einen konsequenten Schutz von Pressebereichen und eine Ahndung der Taten durch die Strafverfolgungsbehörden "mit hoher Priorität".
Zuerst veröffentlicht 09.09.2026 16:37 Letzte Änderung: 09.09.2026 16:53
Schlagworte: Wahlen, Bundesländer, Medien, NEU
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