29.09.2026 09:07
Berlin (epd). Der Strafprozess gegen die frühere Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, und weitere Personen wegen des Umgangs mit Finanzmitteln des Senders soll am 10. November beginnen. Vorgesehen seien bislang 56 Hauptverhandlungstermine bis Ende Juni 2027, teilte eine Sprecherin der Berliner Strafgerichte am Dienstag mit. Das Landgericht Berlin habe mit Beschluss vom 23. September die Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft vom November 2025 zugelassen. (AZ: 517 KLs 23/25)
Ob die Vorwürfe der Generalstaatsanwaltschaft zutreffen, werde Gegenstand der Hauptverhandlung sein, hieß es. Zunächst gelte weiterhin die Unschuldsvermutung. Für das Verfahren sei die 17. große Strafkammer zuständig.
Die Generalstaatsanwaltschaft hatte im Dezember 2025 bekannt gegeben, dass Anklage gegen Schlesinger, zwei weitere frühere Führungskräfte des RBB und den früheren Verwaltungsratsvorsitzenden Wolf-Dieter Wolf erhoben wurde. Ihnen werde Untreue zum Nachteil des Senders vorgeworfen, hieß es. Die Angeschuldigten, die zwischen Januar 2018 und Juli 2022 in unterschiedlicher Beteiligung das Vermögen des RBB geschädigt haben sollen, bestritten die Vorwürfe.
Der Schwerpunkt der Tatvorwürfe betrifft nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Zahlungen variabler Vergütungsanteile an Schlesinger und weitere Personen. Diese sollen unter Umgehung der Kontroll- und Aufsichtsfunktion des Verwaltungsrats und unter Verstoß gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gewährt worden sein, hieß es dort. Dabei gehe es um insgesamt fast 934.000 Euro brutto.
lob
Zuerst veröffentlicht 29.09.2026 11:07 Letzte Änderung: 29.09.2026 11:10
Schlagworte: Medien, Rundfunk, RBB, Prozesse, #sagsmir, meta:push, NEU
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