"Mehr als eine Auszeichnung": Grimme-Preise in Marl verliehen - epd medien

04.04.2025 18:30

Die undotierten Grimme-Preise gelten als wichtigste deutsche TV-Auszeichnungen. Am Freitagabend wurden sie in Marl verliehen. NRW-Medienminister Liminski würdigte bei der Verleihung die Bedeutung der Preise.

Die Trophäe Grimme-Preis

Marl (epd). Im Theater Marl sind am Freitagabend die diesjährigen Grimme-Preise verliehen worden. Insgesamt wurden 16 Grimme-Preise und drei Sonderpreise vergeben. Im Bereich Fiktion waren erstmals ausschließlich Serien erfolgreich.

Die fünf Auszeichnungen in diesem Bereich gingen an "Die Zweiflers" (HR), "Festmachen" (NDR), "Herrhausen - der Herr des Geldes" (RBB/SWR/hr), "Uncivilized" (ZDF) und die fünfteilige Serie "Angemessen Angry" (RTL), die außerdem auch den Publikumspreis der Marler Gruppe erhielt.

Liminski: "Statement für Qualitätsjournalismus"

Der 1964 erstmals vergebene undotierte Grimme-Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Der Preis sei "mehr als eine Auszeichnung, er ist ein Statement für Qualitätsjournalismus und gegen Desinformation", betonte der nordrhein-westfälische Medienminister Nathanael Liminski (CDU) bei der Verleihung.

Die früheren RTL-Nachrichtenmoderatoren Ulrike von der Groeben und Peter Kloeppel erhielten die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands für ihre langjährige journalistische Arbeit. Die Auszeichnung für die Besondere Journalistische Leistung nahmen Isabell Beer und Isabel Ströh entgegen für ihre Recherchen zu sexueller Gewalt für die Filme "Strg_F Epic - Pädokriminelle im Stream: So sicher fühlen sich Täter" und "Strg_F - Das Vergewaltiger-Netzwerk auf Telegram" (NDR/Funk). Die Studierendenjury zeichnete den Dokumentarfilm "Sieben Winter in Teheran" (WDR) aus.

Schwerpunkt auf Flucht und Migration

Bei den Preisen in der Kategorie Information und Kultur lag in diesem Jahr ein inhaltlicher Schwerpunkt auf den Themen Flucht und Migration. Ausgezeichnet wurden Isabel Schayani und Mareike Wilms für "Deutschland am Limit? Abschiebung, Abschottung, Asyl" (WDR), Jonathan Schörnig und Adrian Then für ihren Dokumentarfilm "Einhundertvier" über Seenotrettung (MDR) sowie die Beiträge "Exile Never Ends" (ZDF) und "Total Trust - Was China der Welt nicht zeigt" (ZDF/Arte/NTR).

In der Kategorie Unterhaltung gingen Grimme-Preise an "Die Teddy Teclebrhan Show" (Prime Video), die ursprünglich in der Kategorie Fiktion nominierte Serie "Player of Ibiza" (NDR) und "Kroymann - Ist die noch gut?" (RB/SWR/NDR/WDR). Maren Kroymann erhielt damit ihren mittlerweile vierten Grimme-Preis.

Erstmals langer Doku-Film für Kinder prämiert

Mit "Sisterqueens" (ZDF) wurde in der Kategorie Kinder & Jugend den Angaben zufolge erstmals ein langer Dokumentarfilm im Bereich des Kinderprogramms ausgezeichnet. Weitere Grimme-Preise gingen an das Nachrichtenformat "Atlas" (NDR/Funk) sowie an Zoe Magdalena für ihre Leistung als Headautorin und Schauspielerin der Serie "Hungry" (ZDF).

Stifter des Grimme-Preises ist der Deutsche Volkshochschul-Verband, weitere Partner sind das Land Nordrhein-Westfalen, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), der Westdeutsche Rundfunk (WDR), 3sat und die Stadt Marl.

lwd



Zuerst veröffentlicht 04.04.2025 20:30

Schlagworte: Auszeichnungen, Medien, Fernsehen, ZF, Grimme, lwd, spf

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