ZDF-Intendant Himmler für Social-Media-Altersgrenze - epd medien

28.01.2026 19:58

Der Intendant des ZDF hält es für geboten, der Versuchung von Social-Media-Plattformen eine Regulierung entgegenzusetzen.

Frankfurt a.M. (epd). ZDF-Intendant Norbert Himmler plädiert für eine strikte Altersgrenze zur Social-Media-Nutzung. Eltern sollten sich nicht vormachen, über den Konsum ihrer Kinder Bescheid zu wissen, sagte Himmler am Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Frankfurter PresseClubs. Er habe den Glauben daran verloren, dass man ohne eine Regulierung auskomme.

Der Intendant sprach sich auf Nachfrage für eine Altersgrenze von 16 Jahren aus. Zudem hält Himmler ein Schulfach Medienkompetenz für überfällig.

Verständnis für Spardebatte

Der 55-Jährige ist seit 2022 Intendant des ZDF, seine erste fünfjährige Amtsperiode endet im März 2027. Bereits am 13. März stellt sich Himmler im Fernsehrat zur Wiederwahl. Bis zum 30. Januar können weitere Bewerbungen für die Leitung der Sendeanstalt eingereicht werden.

Zur anhaltenden Debatte über Reformen im öffentlichen Rundfunk sagte Himmler, es sei legitim, die Ausgaben der Sender zu hinterfragen. "Auf die Debatte lasse ich mich ein", betonte er. Der ZDF-Intendant kritisierte es aber als populistisch, dass einige Bundesländer im vergangenen Jahr die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk empfohlene Beitragserhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro blockiert haben. Damit habe die Rundfunkpolitik das von ihr selbst erfundene Verfahren unterlaufen.

Das habe in der Folge zur Klage der Sender beim Bundesverfassungsgericht geführt. Himmler wollte sich nicht festlegen, für wann er mit einer Entscheidung in Karlsruhe rechnet.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

kfr



Zuerst veröffentlicht 28.01.2026 20:58

Schlagworte: Medien, Fernsehen, Internet, Rundfunkbeitrag

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