Warner-Übernahme durch Paramount Skydance auf der Zielgeraden - epd medien

27.03.2026 04:34

Am 23. April sollen die Aktionäre des US-Medienkonzerns Warner Bros. Discovery der Übernahme durch Paramount Skydance zustimmen. Der Deal ist im Interesse der US-Regierung unter Donald Trump.

Washington (epd). Die Aktionäre des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery stimmen am 23. April über den Zusammenschluss von Warner mit Paramount Skydance ab. Das gab Warner am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Paramount hatte sich unter Führung seines dem US-Präsidenten Donald Trump nahestehenden CEO David Ellison im Februar mit einem 111-Milliarden-Dollar -Angebot für Warner beim Bieterwettstreit gegen den Streamingdienst Netflix durchgesetzt.

Der Warner-Bros-Vorstand empfahl den Aktionären eine Zustimmung zur Übernahme durch Paramount Skydance. Warner-CEO David Zaslav erklärte, die Abstimmung werde die "Vollendung" eines "robusten Prozesses" sein, um ein "Weltklasse-Portfolio" zu bauen. Wie der Fachdienst "Variety" berichtete, soll Zaslav bei dem Deal einen "goldenen Fallschirm" im Wert von mindestens 550 Millionen US-Dollar erhalten. Aktionäre sollen 31 Dollar pro Aktie erhalten.

Druck auf CNN befürchtet

Der Zusammenschluss vereinigt zwei riesige Medienunternehmen. Kritiker machen sich Sorgen um den Verlust von Arbeitsplätzen und politische Auswirkungen. Zu Warner gehört auch der zuweilen Trump-kritische Nachrichtensender CNN. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptete jüngst, dass CNN Falschmeldungen zum Krieg gegen den Iran verbreitet habe: "Je schneller David Ellison den Sender übernimmt, desto besser."

Die Übernahme braucht die Zustimmung staatlicher Wettbewerbshüter. Der Vorsitzende der Kommunikationsbehörde FCC, Brendan Carr, sagte dem Kabelsender CNBC Anfang März, der Zusammenschluss sei "ein guter Deal".

Meldung aus dem epd-Basisdienst

ege



Zuerst veröffentlicht 27.03.2026 05:34

Schlagworte: Medien, USA, Unternehmen

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