RBB-Intendantin Demmer sieht Einsparziel "voll erreicht" - epd medien

28.05.2026 15:46

Im August 2025 hatte der RBB ein Freiwilligenprogramm mit Vorruhestands- und Abfindungsregelungen gestartet. Dadurch haben bis heute 114 Beschäftigte den Sender verlassen.

Berlin (epd). Die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, sieht den Sender beim bisherigen Sparprogramm auf Kurs. Nach aktuellem Stand würden sich die Einsparungen für die Jahre 2026 bis 2028 auf 45 Millionen Euro belaufen, sagte Demmer am Donnerstag in einer Sitzung des RBB-Rundfunkrates.

Unter Einbeziehung von Mehrerträgen und Effekten aus einem sogenannten Anspracheprogramm, bei dem 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Vorruhestands- oder Abfindungsvereinbarungen den Sender verlassen haben, habe der RBB "sein Einsparziel voll erreicht". Im Wirtschaftsplan 2026 sei das strukturelle Defizit, "also die dauerhaft im Haushalt fehlenden 8,8 Millionen Euro", ausgeglichen worden.

Vor allem feste Stellen abgebaut

Zunächst hatten den Angaben nach bis Ende April 106 Kolleginnen und Kollegen im Rahmen des Freiwilligenprogramms den RBB verlassen. Anschließend hätten sich acht weitere dazu entschlossen. Damit seien "in Mitarbeiterkapazitäten gesprochen" aktuell insgesamt 160 Stellen abgebaut worden, sagte Demmer. Dabei seien Stellennichtbesetzungen aufgrund auslaufender Zeitverträge oder nach Ruhestand mit berücksichtigt.

"Das hat dem Haus viel abverlangt", sagte Demmer und dankte allen Mitarbeitenden. 60 Prozent der 45 Millionen Euro an Einsparungen seien dabei auf Festangestellte entfallen, 25 Prozent auf freie Mitarbeitende und nur 16 Prozent auf Sachmittel. Im RBB-Wirtschaftsplan 2026 waren 1.473,5 Planstellen ausgewiesen. Im August 2025 hatte der RBB das Stellenabbauprogramm gestartet, um möglichst sozialverträglich Personal abzubauen.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lob



Zuerst veröffentlicht 28.05.2026 17:46

Schlagworte: Medien, Rundfunk, RBB

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