21.07.2026 04:42
Washington (epd). Nach einer Gerichtsentscheidung wird die Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery durch das Unternehmen Paramount Skydance für mindestens 14 Tage ausgesetzt. Die Entscheidung fällte US-Bundesrichterin Araceli Martínez-Olguín in Kalifornien am Montag (Ortszeit) aufgrund einer Kartellklage des Staates Kalifornien und elf weiterer US-Bundesstaaten. Martínez-Olguín befand, die Klagenden hätten starke Argumente vorgebracht, denen zufolge der Zusammenschluss dem Wettbewerb schaden würde.
Die einstweilige Verfügung sei nötig, weil es "schwierig, wenn nicht unmöglich" sei, einen bereits vollzogenen Zusammenschluss zu entflechten. Bei einer Anhörung am 3. August sollen die Konfliktparteien ihre Haltung näher erläutern.
Paramount hatte sich unter Führung seines dem US-Präsidenten Donald Trump nahestehenden CEO David Ellison im Februar mit einem Angebot von rund 110 Milliarden US-Dollar beim Bieterwettstreit um Warner gegen den Streamingdienst Netflix durchgesetzt. Der Deal wird von Trump-Kritikern als Versuch des Präsidenten gewertet, mehr Einfluss auf den Medienmarkt zu bekommen. Zu Warner gehört auch der Nachrichtensender CNN.
Wie das "Wall Street Journal" am Montag berichtete, könnte ein anhaltender Rechtsstreit für Paramount teuer werden. Das Unternehmen habe sich zu Zahlungen an die Warner-Aktionäre verpflichtet, sollte der Deal am 30. September nicht unter Dach und Fach sein.
Meldung aus dem epd-Basisdienst
ege
Zuerst veröffentlicht 21.07.2026 06:42 Letzte Änderung: 21.07.2026 09:50 (Die Überschrift lautet richtig: "US-Gericht legt Warner-Übernahme durch Paramount auf Eis" nicht: "US-Gericht legt Paramount-Übernahme durch Warner auf Eis")
Schlagworte: USA, Medien, Unternehmen, NEU
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