August 2026 - epd medien

12.08.2026 09:06

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Personalien


Der Leiter der deutschen Originals-Produktionen für Prime Video, Philip Pratt, verlässt Amazon MGM Studios Germany. Pratt gehe "auf eigenen Wunsch", um sich "einer neuen beruflichen Aufgabe zu widmen", sagte ein Sprecher von Prime Video dem epd und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Stelle werde neu besetzt. In der Zwischenzeit berichte das Team an Tara Erer, Head of UK and Northern Europe Originals. "Nach 11,5 unglaublichen Jahren bei Amazon Prime Video & Amazon MGM Studios habe ich beschlossen, weiterzuziehen und eine neue Chance anzunehmen", schrieb Pratt im Karrierenetzwerk LinkedIn.

Fabian Tobias wird neuer Geschäftsführer von ITV Studios Germany. Er folgt im Frühjahr 2027 auf Christiane Ruff, die nach 13 Jahren an der Spitze des Unternehmens in den Ruhestand geht. ITV Studios Germany produziert Entertainment-Formate wie "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (RTL), "Das perfekte Dinner" (VOX), "The Voice of Germany" (ProsiebenSat.1) oder "Gefragt - Gejagt" (Das Erste). Tobias kommt von Endemolshine Germany. Dort ist er seit 2020 als Managing Director Germany tätig und verantwortet zusätzlich das Geschäft in der Schweiz. Seit 2023 ist er außerdem Co-Managing Director von Endemolshine Polen.

Der Journalist Christian Meier wird neuer Leiter der Kommunikation bei Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). Meier sei "ein erfahrener und profilierter Politikjournalist mit einer herausragenden Expertise für Medienthemen", teilte der Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) mit. Von 2015 bis 2025 war Meier Medienredakteur der Welt-Gruppe. Zuvor war er bei der Handelsblatt-Gruppe Co-Chefredakteur des Branchendienstes "Meedia". Meier löst Hero Warrings ab, der wie geplant nach gut einem Jahr in dieser Funktion den BKM verlassen wird und in die Wirtschaft wechselt. Meier wird im Kommunikationsstab unter anderem mit Christiane Uhlig zusammenarbeiten, die seit März den Pressestab beim BKM leitet.

Christian Baesler übernimmt dauerhaft die Position des Chief Executive Officer (CEO) von "Business Insider". Nach Angaben von Axel Springer führte er das Unternehmen, das zur Premium-Gruppe des Verlags gehört, bereits seit Juni interimistisch. In dieser Zeit habe er eine Strategie entwickelt, um starke Formate rund um Journalistinnen und Journalisten aufzubauen, die plattformübergreifend Inhalte produzieren, einschließlich Events und Videos. Claudius Senst, Vorstand für Publishing von Axel Springer, erklärte, Baesler vereine "einen starken journalistischen Hintergrund mit wirtschaftlichem Erfolg und einer nachweislichen Umsetzungsstärke". Baesler arbeitete zehn Jahre lang für die Bauer Media Group. Später war er in New York, wo er unter anderem für "Buzzfeed" tätig war. Zu Springer kam er 2023 als Senior Advisor.

Unternehmenssprecher Sebastian Feuß verlässt die Bavaria Film Gruppe im Oktober 2026 nach mehr als elf Jahren. Wie die Produktionsfirma mitteilte, geht er "im besten gegenseitigen Einvernehmen". Während seiner Tätigkeit habe er die interne und externe Kommunikation des Unternehmens gesteuert und dessen öffentliche Positionierung maßgeblich mitgestaltet. Seine Funktion entfalle nach der Umstrukturierung der Bavaria-Film-Gruppe und dem damit einhergehenden Wegfall zentraler Holdingaufgaben. Feuß ist seit 2015 bei der Bavaria Film Gruppe. Davor war er Redakteur mit den Schwerpunkten Fernsehen und Bewegtbildproduktion beim Branchenmagazin "W&V - Werben & Verkaufen".

Die Autorin Tara-Louise Wittwer (35) schreibt seit August für den "Stern". Wie der "Stern" mitteilte, erscheint ihre Kolumne "Was Tara schreibt" jeden Donnerstag exklusiv bei "stern.de" und greift aktuelle gesellschaftspolitische Themen rund um Internet, Frausein, Männer und Liebe auf. Wittwer studierte Kulturwissenschaften und ist Autorin von Büchern wie "Dramaqueen: Frauen zwischen Beurteilung und Verurteilung" und "Nemesis' Töchter. 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt". Ihr Instagram-Account @wastarasagt hat 700.000 Follower.

Der Kommunikationswissenschaftler Manfred Rühl ist tot. Er starb nach Angaben der Universität Bamberg am 5. August im Alter von 92 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Rühls 1969 veröffentlichte Dissertation "Die Zeitungsredaktion als organisiertes soziales System" gilt als ein Schlüsselwerk der Kommunikationswissenschaft. Gleiches gilt für seine 1980 veröffentlichte Habilitationsschrift "Journalismus und Gesellschaft". 1963 gehörte Rühl zu den Gründern der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Zeitungswissenschaft, der heutigen DGPUK, deren Ehrenmitglied er bis 2004 war. 1983 übernahm er den Lehrstuhl für die damals neu eingerichtete Kommunikationswissenschaft in Bamberg, den er bis 1999 innehatte, als er in den Ruhestand ging. Auch in den Jahren danach veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze und Bücher: 2008 erschien sein Buch "Kommunikationskulturen der Weltgesellschaft", 2025 "Interdisziplinäre Kommunikationswissenschaft - Kommunikation denken und gestalten".

Preise


Der Journalist und Autor Ronen Steinke erhält den Karl-Hermann-Flach-Preis. Wie die Karl-Hermann-Flach-Stiftung mitteilte, würdigen Vorstand und Stiftungsrat mit der Auszeichnung das Werk von Steinke im Sinne von Karl-Hermann Flach. Flach war in den 60er Jahren stellvertretender Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau" und später erster Generalsekretär der FDP. Der Stiftungsvorsitzende Frank Blechschmidt sagte, Steinke trage "mit seinen herausragenden publizistischen Beiträgen in ganz besonderer Weise zur Stärkung des liberalen Rechtsstaats bei". Der Autor und Journalist sei "eine der profiliertesten Stimmen im Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus". Gleichzeitig leiste er einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung der Meinungsfreiheit. Steinke ist seit 2011 Redakteur der "Süddeutschen Zeitung". Der Preis wird am 26. August in Frankfurt am Main verliehen. Die Laudatio hält die ehemalige Bundesministerin und FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Kurzmeldungen


Die Streamingplattform der ProSiebenSat.1-Gruppe, Joyn, erweitert ihr kostenloses Streamingangebot um neun neue On-Demand-Channels. Die Inhalte sollen langfristig im Live-TV-Bereich und innerhalb der Sendermediatheken von TLC und DMax abrufbar sein. Zu den neuen Channels gehören DMAX Blaulicht mit Serien rund um Feuerwehr-, Polizei- und Rettungseinsätze, DMAX Motor, DMAX Macher über Menschen am Limit und TLC Crime mit True-Crime-Stories. Außerdem teilte Joyn mit, dass das Unternehmen die Warner Bros. Discovery - dem Betreiber von TLC und DMAX - langfristig fortsetzen werde.

Die ARD bündelt ihre Schlagerangebote wie angekündigt in der ARD Schlagerwelt auf der Audioplattform ARD Sounds. Das Gemeinschaftsprojekt von MDR, BR, NDR, HR, SR, RBB und SWR vereine "Musik, Geschichten und etablierte Formate aus der Welt des Schlagers in einer modernen digitalen Umgebung", teilte die ARD mit. Die Federführung für Entwicklung und Umsetzung liegt beim MDR. Die ARD Schlagerwelt wird nach Angaben der ARD kontinuierlich ausgebaut, für 2027 ist - vorbehaltlich der Zustimmung des MDR-Rundfunkrats - der Start eines linearen Radio-Webchannels innerhalb des neuen Angebots geplant.

Die Polizei in Rheinland-Pfalz gibt mit dem neuen dokumentarischen Funk-Format "Hundertzehn" Einblicke in den Berufsalltag junger Polizistinnen und Polizisten. Über einen Zeitraum von rund einem Jahr würden Streifenteams der Polizeiinspektion Wittlich des Polizeipräsidiums Trier und der Polizeiinspektion Koblenz 1 des Polizeipräsidiums Koblenz von einem Kamerateam begleitet, teilte das rheinland-pfälzische Innenministerium mit. Das neue "Factual-Format" von Funk, dem jungen Angebot von ARD und ZDF, werde vom SWR produziert und sei auf Youtube und Spotify verfügbar.

red



Zuerst veröffentlicht 12.08.2026 11:06

Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Kurzmeldungen

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