03.09.2026 10:52
Berlin (epd). Die Ostdeutsche Medienholding (OMH) des Verlegers Holger Friedrich baut ihre Führungsstruktur erneut um. Dirk Jehmlich beendet seine Tätigkeit als Geschäftsführer Ende September, wie die "Berliner Zeitung" am Mittwoch in eigener Sache berichtete. Damit werde die operative Geschäftsführung verschlankt. Bislang gehört ihr neben Jehmlich auch der Vorsitzende Christoph Stiller an. Jehmlich werde künftig "in der übergeordneten Holdingstruktur neue Geschäftsfelder und Initiativen entwickeln".
Zur OMH gehören auch der "Berliner Kurier", "Die Weltbühne" und die "Ostdeutsche Allgemeine Zeitung" (OAZ). Herausgeber der OAZ werde Denis Huschka, hieß es weiter. Der promovierte Sozialwissenschaftler und Publizist sei zuvor unter anderem am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), im Bundesjustizministerium und als Geschäftsführer eines wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung tätig gewesen. "Zu seinen ersten Aufgaben zählen die Berufung der Chefredaktion und die weitere Schärfung des publizistischen Profils."
Drei Wochen nach dem Start am 20. Februar dieses Jahres hatte der damalige OAZ-Chefredakteur Dorian Baganz das Blatt wieder verlassen. Der bisherige Chefredakteur der "Berliner Zeitung", Philippe Debionne, übernahm den Vorsitz der OMH-Chefredaktionen.
Auch bei der "Berliner Zeitung" gibt es Veränderungen: Margit Mayer habe ihre Aufgabe als Herausgeberin der Wochenendausgabe zum 1. Juli abgegeben. Zudem beende Michael Maier seine Herausgeberschaft Ende September, um sich einem neuen Medienprojekt zu widmen. Zu Nachfolgeregelungen für beide Posten machte die OMH auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) keine Angaben.
Verleger Holger Friedrich hatte vor wenigen Monaten seine Geschäftsführungsmandate in den Gesellschaften der OMH niedergelegt und war in den Aufsichtsrat gewechselt.
Die OAZ soll nach Verlagsangaben eine publizistische Lücke in Ostdeutschland schließen. Neben Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern kam zum 1. September ein neuer Redaktionsstandort in Magdeburg dazu. Unter der Woche erscheint die OAZ als E-Paper, am Wochenende als Printausgabe. Die Zahl der Abos habe "ein Allzeithoch erreicht", auch der Einzelverkauf entwickele sich positiv, hieß es im Bericht der "Berliner Zeitung". An der publizistischen Linie der Zeitung gibt es immer wieder Kritik, sie wird häufig als rechtsgerichtet bis systemkritisch eingeordnet.
nbl
Zuerst veröffentlicht 03.09.2026 12:52
Schlagworte: Medien, Presse, Verlage
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