MDR-Rundfunkrat berät über Einsparungen und Programmplanung - epd medien

29.09.2026 15:58

Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) könnten ab 2027 weitere Einsparungen nötig sein. Folgen für das Programm sind nicht ausgeschlossen.

Wernigerode (epd). Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) muss sich ab 2027 möglicherweise auf weitere Einsparungen einstellen. Grund dafür seien die weiterhin ausstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags und die damit verbundenen Unsicherheiten für die Wirtschaftsplanung, teilte der Rundfunkrat des Senders am Dienstag in Wernigerode mit. Bei einer Klausurtagung hatte sich das Gremium zuvor mit den finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie den Programmplanungen für das kommende Jahr befasst.

Sollte der Rundfunkbeitrag nicht erhöht werden, entstünden für den MDR ab 1. Januar 2027 zusätzliche Einsparnotwendigkeiten, teilte ein Sprecher mit. Diese könnten sich auch auf die Programmangebote auswirken. Bei der Klausurtagung sei unter anderem beraten worden, wie unterschiedliche Zielgruppen mit den verschiedenen Angeboten und Nutzungsformen des MDR erreicht werden können.

Rundfunkratsvorsitzender: Angebote auf Zielgruppen ausrichten

Der Rundfunkratsvorsitzende Kai Ostermann sagte, die Aufsicht müsse angesichts der finanziellen und strukturellen Veränderungen genau prüfen, "welche Zielgruppen mit welchen Angeboten erreicht werden". Die Klausurtagung sei ein Auftakt für die weitere Befassung mit der Programmplanung gewesen. Die Beratungen sollen in den Programmausschüssen und Landesgruppen fortgesetzt werden.

Ostermann dankte zudem den MDR-Beschäftigten für die Berichterstattung rund um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Diese habe den Mitarbeitenden des MDR und seiner Tochterunternehmen viel abverlangt, auch weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk selbst Gegenstand politischer Debatten gewesen sei.

Meldung aus dem epd-Basisdienst

lob



Zuerst veröffentlicht 29.09.2026 17:58

Schlagworte: Medien, Rundfunk, #sagsmir

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