23.12.2025 09:30
Hamburg (epd). Das Reportageformat "Klar" ist beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) künftig im "Team Stories" des Programmbereichs Gesellschaft angesiedelt. Eine Sprecherin des NDR sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), im "Team Stories" entstünden Produktionen für die Reihen "ARD Story" und "NDR Story". Dort sind auch das Reportageformat "STRG_F" und die Digitaleinheit "Spin" verortet. Der Programmbereich Gesellschaft wird geleitet von Juliane von Schwerin, er gehört zum Geschäftsbereich 2 der NDR-Programmdirektion. Der NDR hatte im September angekündigt, dass "Klar" künftig im Wechsel von NDR und Bayerischem Rundfunk (BR) produziert wird. NDR und BR werden im neuen Jahr jeweils drei Ausgaben produzieren.
Die drei Pilotfolgen von "Klar", die 2025 gesendet wurden, wurden beim NDR im Programmbereich Information entwickelt, der dem Geschäftsbereich 1 der Programmdirektion zugeordnet ist. Beim BR werde "Klar" von einem Team produziert, das dem Programmbereich Aktuelles angegliedert sei, teilte der BR dem epd mit. Das Format werde in München von Mike Lingenfelser verantwort. Für das jeweilige Thema werde ein passendes Team zusammengestellt. Für den BR wird weiterhin Julia Ruhs "Klar" präsentieren.
Der NDR hatte im September mitgeteilt, dass die NDR-Ausgaben von "Klar" künftig nicht mehr von Julia Ruhs präsentiert würden, sondern von der früheren "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch. Nach Angaben des Senders wird sie auch redaktionell mitarbeiten. Programmbereichsleiterin Juliane von Schwerin sagte am 28. November in der Sitzung des NDR-Rundfunkrats, die redaktionelle Betreuung der "Klar"-Ausgaben werde "immer mal wieder in Teilen wechseln, um auch da möglichst viele Perspektiven reinzubekommen". Vereinbart worden sei auch, dass ein Redakteur aus dem NDR-Landesfunkhaus Niedersachsen in regelmäßigen Abständen das Format in den Blick nehme.
Von Schwerin nannte im Rundfunkrat keine Themen für die nächsten Ausgaben von "Klar". Die Redaktion schaue sich derzeit "bestimmte Themenbereiche" an, sagte sie. Dazu gehörten die Polizei oder die Frage, welche Folgen mangelnde Deutschkenntnisse bei Kindern haben können. Die Redaktion plane "im frühen Frühjahr" weitere "Klar"-Ausgaben.
Um die erste Ausgabe von "Klar" zum Thema "Migration: Was falsch läuft", die am 9. April beim NDR gesendet wurde, hatte es im Sender heftige Diskussionen gegeben. Eine Programmbeschwerde gegen die Sendung wurde am 26. September vom NDR-Rundfunkrat zurückgewiesen. Der Rundfunkrat erklärte aber zugleich, die Ausgabe habe "nicht vollumfänglich den Erwartungen an die Qualitätsanforderungen des NDR entsprochen". NDR-Intendant Hendrik Lünenborg hatte in der Rundfunkratssitzung eingeräumt, dass der Sender Fehler im Umgang mit dem Magazin gemacht habe.
Die ersten drei Ausgaben von "Klar" wurden nur im Dritten Programm des NDR gezeigt, nicht aber beim BR. Sie sind auch in der ARD-Mediathek zu sehen. Der BR nannte auf Nachfrage des epd keine Gründe, warum er die Sendungen nicht im eigenen Programm gezeigt hat.
vnn
Zuerst veröffentlicht 23.12.2025 10:30
Schlagworte: Medien, Fernsehen, Klar, NDR, BR, vnn
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