11.02.2026 14:12
Weimar (epd). In der Bauhaus-Universität Weimar ist am Mittwoch erstmals der neu gegründete Medienrat zusammengetreten. Das sechsköpfige Gremium soll künftig prüfen, inwieweit ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen und Impulse für die Weiterentwicklung von Qualität und Angebot geben.
Die Geschäftsstelle ist an der Weimarer Bauhaus- Universität angesiedelt. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde am Mittwoch von Thüringens Medienminister Stefan Gruhner (CDU) mit der Hochschule unterzeichnet, wie ein Universitätssprecher mitteilte.
Das unabhängige Gremium soll die bestehenden Aufsichtsgremien der Sender ergänzen und als neue Kontrollinstanz fungieren. Es soll alle zwei Jahre einen Bericht über die Auftragserfüllung der Sender vorlegen. Neben dem Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) sollen die Ausführungen des Medienrats als Referenzpunkt für Reformen dienen.
Für die Rundfunkkommission der Länder betonte deren Koordinatorin, die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD), Aufgabe des Gremiums sei es, regelmäßig festzustellen, "mit welcher Qualität und Ausgewogenheit Information und Kultur, Bildung und Beratung erfolgen". Auch die Umsetzung des KI-Kodex sowie die Verbreitung von Inhalten auf Drittplattformen und in sozialen Medien sollen bewertet werden.
Dem Medienrat gehören sechs unabhängige Sachverständige aus Medienwirtschaft, Kommunikationswissenschaft, Rundfunktechnologie und Medienrecht an. Die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz benannte den früheren Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) sowie die Journalistin und Medienmanagerin Nathalie Wappler als Mitglieder des Gremiums.
Weitere Mitglieder sind die Kommunikationswissenschaftlerin Anne Bartsch (Universität Leipzig) und der Politikwissenschaftler Alexander Kühnle (Hochschule der Medien in Stuttgart). Sie wurden von den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten berufen. Der ZDF-Fernsehrat wählte die Medienwissenschaftlerin Annika Sehl (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt), der Deutschlandradio-Hörfunkrat die Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann (Freie Universität Berlin).
lob
Zuerst veröffentlicht 11.02.2026 15:12 Letzte Änderung: 11.02.2026 15:38
Schlagworte: Medien, Bundesländer, NEU
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