Weg für Warner-Übernahme durch Paramount offenbar frei - epd medien

22.09.2026 03:26

Paramount Skydance macht laut Medienberichten entscheidende Zugeständnisse, um Warner Bros. Discovery zu übernehmen.

Washington (epd). Im Streit um die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch den TV- und Filmkonzern Paramount Skydance hat sich dieser laut Medienberichten mit zwölf US-Bundesstaaten geeinigt. Der Deal im Umfang von rund 110 Milliarden US-Dollar (96 Milliarden Euro) gilt als größte Fusion in der Geschichte von Hollywood. Die Bundesstaaten hatten eine Kartellklage angestrengt und argumentiert, der Wettbewerb werde durch den Zusammenschluss behindert.

Wie die "New York Times" am Montag (Ortszeit) berichtete, verpflichtete sich Paramount nach Angaben des Generalstaatsanwalts von Kalifornien, Rob Bonta, zusätzlich in Filmproduktion in den USA zu investieren. Zugleich gibt es Berichte darüber, dass das Unternehmen eine Kommission einrichten wolle, um die redaktionelle Unabhängigkeit des Nachrichtensenders CNN und des Sendernetzwerks CBS zu garantieren.

Einfluss auf CNN befürchtet

Laut Fachdienst "Variety" äußerte sich der Generalstaatsanwalt von Connecticut, William Tong, enttäuscht, dass das Abkommen Paramount nicht zwingt, CBS und CNN abzugeben. Ein Gericht muss der Einigung zustimmen.

Die Kontrolle über Paramount liegt bei dem Donald Trump nahestehenden Milliardär David Ellison. Trump hat die CNN-Berichterstattung häufig kritisiert. Am Wochenende schloss er CNN-Reporter und auch Reporter von MS NOW und der Plattform "Politico" wegen angeblicher Fake News aus dem Weißen Haus aus.

EU-Kommission stimmte unter Auflagen zu

Paramount hatte sich im Februar mit einem Angebot von rund 110 Milliarden US-Dollar beim Bieterwettstreit um Warner gegen den Streamingdienst Netflix durchgesetzt. Der Deal wird von Trump-Kritikern als Versuch des Präsidenten gewertet, mehr Einfluss auf den Medienmarkt zu bekommen.

Die EU-Kommission hatte der Übernahme von Warner durch Paramount Ende Juli unter Auflagen für den Filmvertrieb zugestimmt. Auf Ebene der Filmproduktion seien im Europäischen Wirtschaftsraum auch nach einem Zusammenschluss der beiden US-Unternehmen zwar weiterhin genügend Filmstudios als Wettbewerber vorhanden. Im Filmvertrieb entstehe jedoch eine zu hohe Konzentration, erklärte die Kommission.

ege/nbl



Zuerst veröffentlicht 22.09.2026 05:26 Letzte Änderung: 22.09.2026 09:42

Schlagworte: Medien, USA, Unternehmen, Warner, NEU

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