Juli 2026 - epd medien

08.07.2026 15:13

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Personalien


Jost Wenzel ist neuer Programmchef von Radio Regenbogen. Der 53-Jährige habe die Position von Daniel Stupp übernommen, der das Unternehmen wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung des Programms" verlassen habe, teilte der Mannheimer Sender mit. Wenzel arbeitete zuletzt als Berater für Radio- und Audiounternehmen. Zuvor war er Programmchef beim Sender R.SA und leitete von 2006 bis 2022 die On-Air-Promotion für mehrere Sender im RTL Audio Center Berlin. Seine Karriere begann er bei Kiss FM. Radio Regenbogen ist nach eigenen Angaben der reichweitenstärkste private Radiosender in Baden-Württemberg mit täglich knapp 1,3 Millionen Hörern.

Sebastian Schulte (49) hat zum 1. Juli die Geschäftsführung der Westfunk GmbH & Co. KG - der Servicegesellschaft aller elf Lokalradios von Funke in Nordrhein-Westfalen übernommen - Schulte wurde zudem zum Geschäftsführer der Funke-Betriebsgesellschaften bestellt. Er folgte auf Axel Schindler, der nach Funke-Angaben auf eigenen Wunsch seine Aufgaben übergibt und als Geschäftsführender Redakteur zur "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) wechselt. Schindler bleibt Geschäftsführer der NRW-Wochenblätter und übt weiterhin die Ämter bei der Pressefunk NRW aus. Schulte ist seit Februar 2008 bei der Funke Mediengruppe und war zuletzt Leiter Marketing sowie Prokurist der Westfunk# .

Maral Bazargani (36) wird Moderatorin des ZDF-"Morgenmagazins". Die Journalistin werde bis zu sechs Wochen im Jahr in der Frühschiene von 5.30 Uhr bis 7 Uhr als Vertretung für Philipp Wortmann durch die Sendung führen, teilte das ZDF mit. Die ehemalige Leichtathletin moderiert seit 2023 die ZDF-Kindernachrichten "Logo!" und seit 2025 zudem die Leichtathletik-Übertragungen im ZDF. Bazargani gehörte als 400-Meter-Läuferin bei den Olympischen Spielen im Jahr 2012 in London zur deutschen 4x400-Meter-Staffel. Sie beendete 2014 ihre sportliche Karriere und startete ihre journalistische Laufbahn zunächst mit einem Volontariat beim SWR. Seit 2017 war sie Redakteurin und Reporterin für die ZDF-Kindernachrichten "Logo!". Zum Moderationsteam des "ZDF-Morgenmagazins" gehören Dunja Hayali, Mitri Sirin, Mirjam Meinhardt, Eva-Maria Lemke, Philipp Wortmann und Andreas Wunn.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat ihre Medienarbeit neu aufgestellt. Das dafür zuständige Referat in der Kirchenverwaltung wird jetzt erstmals von einer Doppelspitze aus zwei Theologinnen geführt. Die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Amet Bick, und die Rundfunkbeauftragte der Landeskirche, Barbara Manterfeld-Wormit, hätten die Aufgabe Anfang Mai übernommen, sagte eine Kirchensprecherin dem epd. Aufgabe des Medienreferats ist es nach Angaben der Landeskirche, die Kommunikation der Kirche intern und extern zu stärken. Außerdem würden Gemeinden und Einrichtungen in ihrer Medienarbeit beraten und unterstützt. Zum Medienreferat gehören nach Angaben der Landeskirche 20 Mitarbeitende verschiedener Arbeitsbereiche wie Pressestelle und Wichern-Verlag, der unter anderem die evangelische Wochenzeitung "Die Kirche" herausgibt. Weitere Bereiche sind Öffentlichkeitsarbeit mit Fundraising, Online-Redaktion und Social Media, Statistik sowie der evangelische Rundfunkdienst.

Preise


Der Katharina-Zell-Preis 2026 des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau geht an die Journalistin Sophie von der Tann. Sie erhalte den Preis für ihr "couragiertes journalistisches Engagement", teilte der Verein mit. Sophie von der Tann stelle sich bei ihrer Arbeit komplexen Sachverhalten und entschlüssele die Hintergründe des Israel-Gaza-Krieges, begründete der Verein seine Entscheidung. Die Verleihung findet am 7. September in Frankfurt statt, die Laudatio hält die Schauspielerin Gesine Cukrowski. Der Katharina-Zell-Preis, ein silbernes Flugblatt, wird seit 2016 jährlich vergeben. Er erinnert an die elsässische theologische Autorin und Reformatorin Katharina Zell, geborene Schütz (1497-1562), die unter anderem Streitschriften verfasste und sich für Flüchtlinge einsetzte. Preisträgerinnen waren unter anderen die Moderatorin und Schauspielerin Sonya Kraus und die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele.

Kurzmeldungen


Brandenburgs Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks soll Anfang 2027 die Arbeit aufnehmen. Geplant seien unter anderem Workshops und Beratungen des aus 51 Personen bestehenden Rats, sagte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD). Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) solle einbezogen werden. Ergebnisse würden im ersten Quartal des kommenden Jahres erwartet. Liedtke sagte, derzeit laufe die Ausschreibung für die Agentur, die ein Konzept entwickeln und die Beteiligten nach einem Zufallsverfahren auswählen soll. Die Ergebnisse des Bürgerrats sollen den Landtagsausschüssen und Fraktionen zugeleitet werden. Der Landtag hatte die Einsetzung des Bürgerrats am 18. Juni gegen die Stimmen von AfD und BSW beschlossen. Er soll zentrale Fragen der künftigen Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger beraten und Empfehlungen erarbeiten.

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau hat gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Deutschen Welle das Forschungsprojekt Padse (Personenzentrierte, Audio- und sprachbasierte Deepfake- und Shallowfake-Erkennung) zur Erkennung von gefälschten Audio-Nachrichten gestartet. Ziel des bis 2029 laufenden Vorhabens sei es, manipulierte und synthetisch erzeugte Sprachinhalte mithilfe neuer Verfahren zuverlässiger zu erkennen, teilte ein Sprecher mit. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein personenzentrierter Ansatz. Anders als bisherige Verfahren, die vor allem allgemeine Merkmale künstlich erzeugter Inhalte analysieren, sollen sogenannte Referenzprofile charakteristische Eigenschaften einer Person wie Stimme, Sprechweise oder sprachliche Besonderheiten erfassen. Neue Audioinhalte können dadurch zusätzlich auf ihre Übereinstimmung mit diesen Profilen überprüft werden. Nach Angaben der Projektpartner reagieren die Forschenden damit auf die zunehmende Qualität generativer Künstlicher Intelligenz.

Die rund 3.500 festangestellten und über 1.000 freien Mitarbeiter des SWR erhalten in den kommenden zweieinhalb Jahren schrittweise über 5,8 Prozent mehr Geld. Darauf haben sich die Gewerkschaften ver.di, DJV und unisono mit dem Sender in der fünften Verhandlungsrunde geeinigt, wie ver.di mitteilte. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 35 Monaten und endet zeitgleich mit der aktuellen Rundfunkbeitragsperiode Ende 2028. Im August erhalten alle Mitarbeiter eine sozial gestaffelte Einmalzahlung, die von 1.600 Euro für die niedrigsten bis 400 Euro für die höchsten Gehaltsgruppen reicht. Zum Januar 2027 steigen die Gehälter und Honorare um 2,6 Prozent, ein Jahr später um 3,13 Prozent. Die Sonderzahlungen werden 2028 um zwei Prozent erhöht. Dem Abschluss gingen sechsmonatige Verhandlungen voraus, die von mehreren Streiktagen begleitet wurden.

Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt 15 Projekte mit 517.400 Euro. Im Mittelpunkt der jüngsten Förderrunde stehen Filmprojekte, die sich mit Fragen von Identität, gesellschaftlichem Wandel, Erinnerung, Gerechtigkeit und demokratischen Entwicklungen auseinandersetzen, wie die Stiftung mitteilte. Die geförderten Vorhaben zeichneten sich durch eine hohe künstlerische Qualität, innovative filmische Ansätze und relevante gesellschaftliche Perspektiven aus. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Drehbuch, Projektvorbereitung, Kurz- und Langfilmproduktion sowie Postproduktion. Inhaltlich reicht das Spektrum von persönlichen Entwicklungs- und Familiengeschichten über historische und politische Recherchen bis hin zu internationalen Dokumentarfilmen. Die ausgewählten Projekte beleuchten unter anderem gesellschaftliche Umbrüche im Iran, die Folgen von Polizeigewalt, Migrationserfahrungen, demokratische Prozesse in Indien sowie Fragen von Erinnerung, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.

Zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz in Familien haben die Fazit-Stiftung der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und der Initiative #UseTheNews ein gemeinsames Pilotprojekt in Hessen gestartet. Bei zwölf digitalen Elternabenden sollen Eltern und Erziehungsberechtigten Kenntnisse und Tipps vermittelt werden, damit sie ihre Kinder im kritischen Umgang mit Inhalten und Quellen im Internet begleiten können. Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Medienanstalt Hessen im Rahmen der Online-Reihe "Digitaler Familientalk" statt.

Der Südwestrundfunk (SWR) baut sein barrierefreies Programmangebot aus: So werden die Hauptnachrichten "SWR Aktuell Baden-Württemberg" und "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" täglich nicht nur mit Live-Untertiteln, sondern zusätzlich auch in Deutscher Gebärdensprache (DGS) angeboten. Mit dem neuen Angebot schaffe man ein verlässliches tägliches Nachrichtenformat in Gebärdensprache und erweitere das barrierefreie Portfolio um aktuelle Information für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, heißt es in einer SWR-Mitteilung. Bislang lag der Schwerpunkt des Angebots in Gebärdensprache vor allem auf fiktionalen Programmen und ausgewählten Kinderformaten sowie auf "Report Mainz" und Sendungen zu besonderen nachrichtlichen Lagen.

Die Funke Mediengruppe hat die Bildungsplattform Diggies an den gemeinnützigen Träger Helliwood übergeben. Funkes Berliner Agentur Raufeld hatte Diggies 2024 als innovatives System für digitales Unterrichten in Schulen gestartet und als Lehr- und Lernangebot für die Sekundarstufe I in Schulen deutschlandweit etabliert. Helliwood ist ein Geschäftsbereich des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit e.V. (FJS), einer seit mehr als 25 Jahren im Bildungsbereich arbeitenden gemeinnützigen Organisation in Deutschland. Raufeld betreut den Übergang und bringt gemeinsam mit den zu Helliwood wechselnden Team-Mitgliedern weiterhin seine Erfahrung in Medienproduktion und digitaler Produktentwicklung ein. Helliwood wird Diggies nun in ihr offenes Bildungsökosystem integrieren, das digitale Unterrichtsmedien, Projektarbeit, Lehrkräftefortbildung und außerschulische Lernangebote enger miteinander verbindet.

Das Bündnis des "Leipziger Appells zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien" wächst weiter. 100 Tage nach der Veröffentlichung des vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) initiierten Appells gebe es 78 Unterzeichnende, teilte der MDR Ende Juni mit. Neu hinzugekommen seien etwa der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag und der Sozialverband VdK Deutschland sowie die Deutsch-Polnische Gesellschaft und ARD Kultur. Unterzeichnende sind Organisationen, Institutionen, Verbände und Vereine. Der "Leipziger Appell" war im März gestartet worden. Zu den Erstunterzeichnern gehören ARD-Anstalten, das ZDF, Deutschlandradio, die Deutsche Welle sowie Journalistenverbände und internationale Organisationen.

Der Kinder- und Familiensender Radio Teddy ist in Hamburg seit dem 1. Juli auch auf UKW zu empfangen. Der private Hörfunksender aus Potsdam erhielt die Lizenz für die Frequenz 98,1 MHz für zehn Jahre. Wie die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) mitteilte, stimmten die Mitglieder des Medienrats geschlossen für den Anbieter, der ein Vollprogramm für Kinder und Eltern anbietet. Bisheriger Nutzer der UKW-Frequenz war Klassik Radio. Neben Radio Teddy hatten sich auch BigFM, Caravan.FM, EgoFM, FluxFM, Kiss FM, Metropol FM, Pure FM, Radio Reeperbahn sowie The Wolf Hamburg beworben. Die Zulassung von Klassik Radio für Hamburg und Schleswig-Holstein endete nach Angaben der MA HSH planmäßig Ende Mai. Wegen des 2024 beschlossenen Digitalumstiegs in Schleswig-Holstein dürften dort laut Medienstaatsvertrag frei werdende UKW-Kapazitäten nicht mehr neu ausgeschrieben werden. Die Medienanstalt hatte deshalb ausschließlich die Übertragungskapazität in Hamburg neu ausgeschrieben.

Die Aktion Mensch stärkt ihre Präsenz im Digitalen und ist mit wöchentlichen Livestreams auf der für Videospiele bekannten Streaming-Plattform Twitch vertreten. Ein festes Host-Duo führe zweimal pro Woche, dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr, durch die Livestreams, teilte das Sozialunternehmen mit. Mit dem neuen Format sollen insbesondere junge Erwachsene für gesellschaftlich relevante Themen wie Inklusion und Vielfalt sensibilisiert werden. Die Streams böten Raum für Diskussionen, Einblicke in die Lebensrealität junger Menschen sowie interaktive Formate, erklärte die Organisation, die sich für verbesserte Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Livestreams der Aktion Mensch bestehen überwiegend aus "Just-Chatting"-Formaten, in denen sich das Host-Duo mit der Community über Themen wie Inklusion im Sport oder Hass und Hetze im Internet austauscht.

red



Zuerst veröffentlicht 02.07.2026 11:03 Letzte Änderung: 09.07.2026 08:55

Schlagworte: Medien, Personalien, Preise, Kurzmeldungen, NEU

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